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Vorbeugung

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Um Komplikationen vorzubeugen und Verschlechterungsschübe zu umgehen, sollten Patienten ihre Erkrankung ernst nehmen und ein aktives Selbstmanagement betreiben. Sie sollten sich grundsätzlich keinen Reizstoffen aussetzen, die auf die Lunge wirken. Das bedeutet in erster Linie: Verzicht auf Tabakkonsum und Meiden von Passivrauch. Darüber hinaus sollten Luftverunreinigungen jeder Art und Schadstoffe am Arbeitsplatz vermieden werden.

Reizstoffe meiden

Die effektivste Vorbeugung einer Lungenfibrose liegt im Vermeiden der verursachenden Schadstoffe. Wenn am Arbeitsplatz eine unvermeidbare Schadstoffbelastung vorliegt, sollten geeignete Staubmasken verwendet werden. Zweckmäßig sind sogenannte Halbmasken, die gut am Gesicht anliegen und über 90 Prozent der Stäube herausfiltern. Hierbei gilt es, auf die Porenweite der Staubmasken zu achten. Einwegmasken sind wegen mangelnder Passgenauigkeit eher ungeeignet. Von technischer Seite kann die Staubkonzentration am Arbeitsplatz auch durch eine Beimengung von Wasser sowie Absaug- und geeignete Belüftungsanlagen in Innenräumen niedrig gehalten werden.

Ernährung

Besonderen Wert sollten Betroffene auf ein normales Körpergewicht legen und daher auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung achten. Übergewicht belastet den Körper und kann die Atemnot noch verstärken. Untergewicht erhöht dagegen oft die Anfälligkeit für Infektionen und verlangsamt den Gesundungsprozess, weil der Körper im Ernstfall nichts zuzusetzen hat.

Schutzimpfungen

Patienten mit Lungenfibrose sind besonders anfällig für Atemwegsinfektionen. Deshalb sind regelmäßige Impfungen empfehlenswert. Die PneumokokkenPneumokokken
Das sind kugelförmige Bakterien, die (im Gegensatz zu Legionellen) mit dem Antibiotikum Penicillin meistens gut in den Griff zu bekommen sind. Gegen die von Pneumokokken verursachte Lungenentzündung gibt es auch eine vorbeugende Impfung.
-Schutzimpfung muss alle fünf Jahre, die Grippe-Schutzimpfung einmal jährlich aufgefrischt werden. Besonders während der kalten Jahreszeit sollten größere Menschenansammlungen wo möglich gemieden werden, um Atemwegsinfekten, die hauptsächlich durch Husten und Niesen übertragen werden, aus dem Weg zu gehen.

Bewegungs- und Atemtherapie

Wenn Lungenfibrose-Patienten ihre körperlichen Aktivitäten aufgrund ihrer Atemnot und geringen körperlichen Belastbarkeit einschränken, tun sie sich nichts Gutes, sondern setzen vielmehr einen Teufelskreis in Gang: Körperliche Schonung führt zu einer noch schlechteren körperlichen Kondition (insbesondere des Herz-Kreislauf-Systems), die Muskeln werden immer schwächer, die Knochendichte nimmt ab und das Risiko für Osteoporose steigt an. Ein Verlust an Mobilität bedeutet aber auch einen Verlust an Unabhängigkeit, von sozialen Kontakten und Lebenszufriedenheit.

Deshalb ist eine aktive Teilnahme in einer Lungensportgruppe sehr zu empfehlen. Körperliche Aktivität verbessert nicht nur das Allgemeinbefinden und das Knochenwachstum. Mitunter sind die durch körperliches Training erzielten Effekte so positiv, dass weniger Medikamente eingenommen werden müssen. Das Ausmaß der körperlichen Belastung beim Training sollte dabei stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Insbesondere bei Untergewicht ist ein Muskel aufbauendes Training durch eine kalorienreiche Ernährung mit fetthaltigen Speisen gefördert werden, selbst wenn der Patient einen erhöhten Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie) hat. Eventuell ist eine Sauerstoffversorgung während körperlicher Belastung notwendig.

Physiotherapeuten (Krankengymnasten), die sich auf Atemtherapie spezialisiert haben, können gemeinsam mit dem Patienten einen Trainingsplan erstellen, der auch atemtherapeutische Übungen enthält. Wichtig ist es, atemerleichternde Techniken wie Lippenbremse sowie Hustentechniken (Bronchialtoilette) und bestimmte atemerleichternde Körperhaltungen zu erlernen. Beim Geh- und Treppensteig-Training werden diese Techniken auch unter körperlicher Belastung eingeübt.