LUNGENÄRZTE

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Untersuchung

Angesichts der Vielzahl von Ursachen, die zu einer Lungenfibrose führen können, spielt bei der Diagnosestellung eine genauere Kenntnis der Krankheitsgeschichte des Betroffenen eine wesentliche Rolle. Der Arzt befragt den Patienten daher detailliert zu Beruf, Freizeitgestaltung, Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahme, um sich über mögliche Risikofaktoren ein Bild zu machen. Erst in fortgeschrittenen Stadien können auch die auftretenden Beschwerden des Patienten den Verdacht auf eine Lungenfibrose lenken.

Zur genauen Diagnosestellung einer Lungenfibrose sind weitere Untersuchungen notwendig: Wenn eine Fibrose vorliegt, kann der Arzt durch Abhören mit dem StethoskopStethoskop
Ein von Laënnec (1819) entwickeltes Gerät zur Untersuchung der Schallphänomene von Organtätigkeiten (neben Lunge zum Beispiel auch Herz oder Darm). 
(Auskultation ) am Ende der Einatemphase des Patienten feinblasige Rasselgeräusche – das so genannte Knisterrasseln - feststellen. In fortgeschrittenen Stadien ist die  Atemfrequenz des Patienten infolge seiner Unterversorgung mit Sauerstoff gesteigert. 

Eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs ist notwendig, um Schwere und Ausmaß der Erkrankung zu bestimmen. Außerdem lässt sich der Zustand des Herzens beurteilen. Im Röntgenbild ist meist eine Zeichnungsvermehrung der Lungenstruktur zu sehen. Ein zunehmender Zwerchfellhochstand weist auf eine Schrumpfung des Lungengewebes hin. In Spätstadien liegt eine Wabenlunge vor. Noch genauer erfassen als bei der Röntgenuntersuchung lässt sich die Lungenstruktur mit einer hoch auflösenden Computertomographie.

Um Einschränkungen der LungenfunktionLungenfunktion
zu ermitteln, wird eine Lungenfunktionsprüfung durchgeführt. Mit dem Spirometer werden die in der Lunge mobilisierbare Luftmenge und die Flussgeschwindigkeit der Ausatemluft gemessen. Üblicherweise zeigt sich im Fall einer Lungenfibrose eine Verminderung der Totalkapazität und der Vitalkapazität (restriktive Ventilationsstörung). Allerdings kann es vorkommen, dass die Lungen der Betroffenen doch noch besser funktionieren, als es nach dem Röntgenbefund den Anschein hat. Zur Bestimmung des Schweregrades der Fibrosierung werden eine Bodyplethysmographie, CO-Diffusionskapazitätsmessungen sowie eine Blutgasanalyse in Ruhe und unter körperlicher Belastung herangezogen.

Wenn bei einem Allergietest eine Typ-III-Allergie nachgewiesen wird, kann das ein Hinweis auf eine exogen-allergische Alveolitis sein -  insbesondere, wenn die Krankengeschichte und die Lebensumstände das Testergebnis unterstützen.

Bei einer Lungenspülung – auch broncho-alväoläre Lavage genannt - werden mit Hilfe eines flexiblen Bronchoskops Zellen aus der Lunge gespült, um unter dem Mikroskop untersucht zu werden. Diese Untersuchung dient vornehmlich dem Ausschluss anderer Lungenerkrankungen.

Mit der Bronchoskopie (Lungenspiegelung) können das Bronchialsystem und die Lungen über eine spezielle Optik (EndoskopEndoskop
Das ist ein röhrenförmiges Instrument mit einer Lichtquelle und einem optischen System, das eine Blickrichtung geradeaus und/oder zur Seite erlaubt. Durch einen Arbeitskanal im Bronchoskop können mit kleinen Geräten Proben entnommen, Medikamente verabreicht, Fremdkörper entfernt und Blutungen gestillt werden.
) betrachtet werden, wobei spezielle Absaugvorrichtungen, chirurgische Instrumente oder andere, am Endoskop befindliche Geräte auch therapeutische Eingriffe oder die Entnahme von Gewebeproben ermöglichen. Bei einer idiopathischen Lungenfibrose (ohne erkennbare Ursache) wird jedoch wegen der Gefahr eines Pneumothorax von einer Biopsie Abstand genommen.

Durch eine Untersuchung des Blutserums lässt sich eine Infektion mit Mikroorganismen (Pilzen, Bakterien oder Viren) als Krankheitserreger nachweisen. Die Rheumaserologie kann aufzeigen, ob die rheumatoide Arthritis zu den Krankheitsursachen zu rechnen ist.