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Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems

Arteriosklerose der Hauptschlagader

Die Einflüsse des Rauchens auf das Herz-Kreislaufsystem sind vielfältig, denn Zigarettenrauch:

  • erhöht das Fibrinogen (ein Gerinnungsfaktor, der das Blut klumpig macht)
  • vermindert das „gute" HDL-Cholesterin (ein günstiger Blut-Fettstoff)
  • erhöht das „schlechte" LDL-Cholesterin (ein ungünstiger Blut-Fettstoff)
  • verschlechtert die Fließeigenschaften des Blutes (erhöht die Zähflüssigkeit des Blutes fördert die Verklumpung von ThrombozytenThrombozyten
    Das sind bestimmte Blutzellen, die bei der Blutgerinnung eine wesentliche Rolle spielen.
    ).
  • schädigt die Innenwand der Blutgefäße (das so genannte EndothelEndothel
    Als Endothel wird die Zellschicht bezeichnet, welche die Wand der Blutgefäße von innen wie eine Tapete auskleidet und schützt.
    ).
  • führt zu Arteriosklerose der Hauptschlagader

Wer raucht, stirbt zweimal öfter an Erkrankungen des Herzens und der Herzkranzgefäße als ein Nicht-Raucher. Das Risiko eines Schlaganfalls erhöht sich durch Rauchen um 50%. Seit 1988 ist bekannt, dass rauchende Frauen jüngeren und mittleren Alters vermehrt gefährdet sind, einen Hirnschlag zu erleiden. Eine 8-Jahres-Untersuchung von mehr als 118.000 Frauen zwischen 30 und 55 Jahren zeigte, dass Frauen, die 1-4 Zigaretten am Tag rauchen, ein 2,2-fach erhöhtes Hirnschlagrisiko haben - und Frauen, die 25 oder mehr Zigaretten konsumierten, ein 3,7-fach erhöhtes Risiko. Eine Hirnhautblutung (subarachnoidale Blutung) tritt bei stark rauchenden Frauen sogar 9,8 Mal häufiger auf als bei Nicht-Raucherinnen. Auch gleichzeitiges Rauchen und die Einnahme der Pille zur Verhütung (orale Kontrazeption) erhöht das Risiko für einen Hirnschlag um das 3,3- bis 21,9-fache! Demgegenüber haben Ex-Raucherinnen etwa ein gleich hohes Risiko für einen SchlaganfallSchlaganfall
Schlaganfälle ereignen sich gehäuft während des Blutdrucktiefs gegen 3 Uhr nachts (midnight stroke) oder während des zweiten Blutdrucktiefs am Nachmittag. Die Krankheitsanzeichen setzen meist plötzlich ein und hängen vom Ort des Infarktes ab. Erste Anzeichen können heftige Kopfschmerzen, ausgeprägte Bewusstseinstrübung bis hin zu Bewusstlosigkeit sein. Es entwickelt sich eine meist im Arm- und Gesichtsbereich betonte einseitige Lähmung. Zunächst ist die gelähmte Seite erschlafft (im Gesicht z.B. als hängender Mundwinkel und Aufblähung der Wange auf der gelähmten Seite beim Ausatmen = "Tabakblasen"), später können auch unkontrollierte Zuckungen hinzu kommen. Eine Hirndurchblutungsstörung ist entweder Folge eines thrombotischen oder embolischen Gefäßverschlusses (ischämischer Hirninfarkt) oder eines spontanen Gefäßrisses mit nachfolgender Einblutung (hämorraghischer Hirninfarkt).
Ischämischer Schlaganfall: Hirninfarkt, der durch eine Blutstauung aufgrund verstopfter Gefäße verursacht wird und deshalb zu einer Unterversorgung der Hirnzellen mit Sauerstoff führt. Ein ischämischer Hirninfarkt auf Grund von Minderdurchblutung eines Endarterienareals bei plötzlichem Gefäßverschluss der Arterie ist mit 80-85% die häufigste Ursache eines Schlaganfalls. 
Hämorraghischer Schlaganfall: Verkalkte Blutgefäße im Gehirn brechen auf, was zu Gehirnblutungen führt. Dabei wird die Blutzufuhr und damit Sauerstoffversorgung der betroffenen Gehirnzellen unterbrochen bzw. abgebrochen und sie sterben ab.
 
 
wie Nie-Raucherinnen.