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Zusatzstoffe in Zigaretten

Bis zu 600 Stoffe setzen Zigarettenhersteller Tabakerzeugnissen und Zigarettenfiltern zu, um das Rauchen attraktiver zu machen. Einige dieser Zusätze (wie zum Beispiel Ammoniak) sorgen für eine schnellere Aufnahme des Nikotins in den Blutkreislauf und damit ein schnelleres Anfluten der Wirkung im Gehirn („Kick"). Andere Stoffe (wie zum Beispiel Menthol) mildern den Husten- und Schmerzreiz und ermöglichen dadurch auch Kindern ein tieferes Inhalieren des Rauchs. Mit Hilfe verschiedener Zuckerarten überdecken die Tabakkonzerne den strengen Tabakgeschmack, um das Rauchen angenehmer zu machen. Abgesehen davon, dass solche nach Lebensmittelrecht harmlosen Zusatzstoffe die süchtig machende Wirkung des Nikotins verstärken können, wandeln sie sich bei der Verbrennung zum Teil selbst in Schadstoffe um. So entstehen beim Rauchprozess aus Zucker zum Beispiel so genannte AldehydeAldehyde
Diese Substanzen tragen eine charakteristische - sehr reaktionsfreudige - „Aldehydgruppe" (R-CHO), das heißt sie übertragen das Sauerstoffatom aus dieser Gruppe auf andere Verbindungen und verändern oder zerstören diese so (durch Oxidation).
, welche die Schleimhäute zerstören.

Man kennt bei Rauchern auch sehr ungünstige Wechselwirkungen mit anderen Stoffen, die das Krebsrisiko zusätzlich erhöhen. So ist der gleichzeitige Genuss von Alkohol während des Rauchens besonders tückisch: Alkohol wirkt als Lösungsmittel und beschleunigt die Aufnahme der Krebs erregenden Tabakinhaltsstoffe in den Organismus.