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Funktion

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Die Funktion der Lunge besteht darin, dem Körper Sauerstoff zuzuführen und verbrauchte Luft (Kohlendioxid) abzuführen. Sauerstoff ist lebensnotwendig, weil der Körper ihn bei der Verbrennung von Nahrungsstoffen zur Energiegewinnung braucht. Dabei entsteht als Abfallprodukt (neben Wasser) Kohlendioxid, das zur Entsorgung abgeatmet werden muss.

Eine enorme Fläche zum Gasaustausch

Würde man die Zellschicht unserer insgesamt 300 Millionen Lungenbläschen (Alveolen) nebeneinander ausbreiten, käme man auf die Fläche einer durchschnittlichen Dreizimmer-Wohnung mit 100 qm! Dank dieser enormen Fläche an gasaustauschenden Alveolen ist es überhaupt möglich, dass die Lunge alle Körperzellen - auch bei starker körperlicher Anstrengung - mit genügend Sauerstoff versorgen kann.

Steuerung der Atmung

In Ruhe atmen wir pro Minute etwa 10-15 Mal ein und aus. In der Regel verursacht das keine Anstrengung und wir tun es unbewusst. Häufig wird erst bei großer körperlicher Anstrengung oder bei Atemnot bewusst geatmet. Die Steuerung der Atmung erfolgt über chemische „Fühler" (Chemo-Rezeptoren) in den großen Blutgefäßen, die dem Atemzentrum im Gehirn melden, wie es um die Sauerstoff- und Kohlendioxid-Mengen (Blutgase) im Blut bestellt ist. Tritt bei den Blutgasen ein Mangel oder Überschuss auf, wird dem durch gesteigerte Ein- oder Ausatmung entsprechend entgegen gesteuert. Pro Minute benötigen wir etwa 6-9 Liter Luft zum Einatmen. Bei intensiver sportlicher Verausgabung oder körperlicher Arbeit kann der Bedarf bis auf 50-100 Liter pro Minute ansteigen.

Beteiligte Muskeln

Das Einatmen ist ein aktiver Vorgang, an dem sich eine Reihe von Muskeln beteiligen, wobei insbesondere das Zwerchfell (90%) und die Zwischenrippenmuskeln die wichtigsten sind. Das Ausatmen verläuft hingegen normalerweise passiv. Nur bei Atemnot und stärkerer körperlicher Belastung wird die so genannte Atemhilfsmuskulatur (an Brustkorb und Schultergürtel) eingesetzt, die es ermöglicht, mehr Luft einzuatmen. Auch das Ausatmen kann durch Anspannung der Bauchmuskeln verstärkt werden.