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Verzicht auf das Rauchen

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Wer es schafft, auf das Rauchen zu verzichten, tut seinem Körper von der ersten Minute an nur Gutes. Bereits nach acht Stunden hat sich der Sauerstoffgehalt im Blut verbessert, nach 24 Stunden sogar das Herzinfarktrisiko verringert - wie die nebenstehende Abb. zeigt. Am dritten Tag ohne Zigarettengenuss beginnen der Geruchs- und Geschmackssinn sich zu verbessern. Nach einigen Wochen stabilisiert sich der Blutkreislauf und die LungenfunktionLungenfunktion
steigt um 30%. Nach einigen Monaten können sich Ex-Raucher über freie Atemwege, eine bessere Kondition und straffere Haut freuen. Außerdem werden die Hustenanfälle seltener. Das Herzinfarktrisiko eines ehemaligen Rauchers hat sich nach einem halben Jahr der Enthaltsamkeit bereits halbiert und ist nach 5 Jahren mit dem eines Nicht-Rauchers vergleichbar. Nach zehn Jahren beginnt dann auch das Risiko, an LungenkrebsLungenkrebs
Das ist der im Brustkorb gelegene Raum zwischen den beiden Lungenflügeln, in dem die Brusteingeweide untergebracht sind - also das Herz, zugehörige Nerven, Gefäße und Lymphknoten. Die Pleuren (Rippen- und Lungenfell), welche die beiden Brustfellhöhlen mit den Lungenflügeln auskleiden, bilden eine Trennwand zwischen Mediastinum und Lunge. Nach vorne und hinten wird dieser Raum vom Brustbein und der Brustwirbelsäule begrenzt, von oben und unten erstreckt er sich etwa ab Höhe des Schlüsselbeins bis hinunter zum Zwerchfell. 
zu erkranken, zu sinken.

Mit dem Rauchen Aufhören ist fraglos die wirksamste Maßnahme in der Behandlung der koronaren Herzkrankheitkoronaren Herzkrankheit
Oberbegriff für alle Erscheinungsformen der im Rahmen einer Arteriosklerose am Herzen auftretenden Störungen (zum Beispiel Angina pectoris, Myokardinfarkt, disseminierte Herzmuskelnekrosen, Sekundenherztod), die zu Abweichungen der Herztätigkeit führen.
. Denn eine Verminderung des Sterblichkeitsrisikos kommt bei Herz- und Gefäßkrankheiten bereits innerhalb recht kurzer Zeit zum Tragen.

Auch im Fall des Bronchialkarzinoms sinkt das Risiko - allerdings langsamer: Nach 15 Jahren hat es sich dem Risiko eines Nicht-Rauchers angenähert. Dabei hängt das Ausmaß der Risikominderung auch vom Alter des Rauchers zum Zeitpunkt der Rauchabstinenz ab.

Raucherinnen mit Kinderwunsch sollten dringend das Rauchen aufgeben und dabei wissen, dass:

  • Nicht-Raucherinnen fruchtbarer sind und schneller schwanger werden.
  • der Fötus mitraucht und deshalb u.a. ein stark erhöhtes Risiko für Missbildungen hat.
  • der frühkindliche Organismus durch Minderdurchblutung aufgrund von Rauchen mangelernährt wird. Folge: Raucher-Babies wiegen im Durchschnitt etwa 100-300g weniger.
  • die Zahl der Frühgeburten vor der 33. Woche durch Rauchen um 60%, später um 20% ansteigt.
  • angeborene Herzfehler oft in ursächlichem Zusammenhang mit dem Rauchen gebracht werden.
  • Raucherinnen doppelt bis dreifach häufiger eine Fehlgeburt erleiden. Auch Totgeburten sind oft eine Folge des Rauchens während der Schwangerschaft.

Weitere gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören, können für verschiedene Zielgruppen von unterschiedlichem Gewicht sein - zum Beispiel für:

Es ist also nie zu spät, um mit dem Rauchen aufzuhören. Haben Sie den festen Entschluss gefasst, Nicht-Raucher zu werden, sollten Sie einen bestimmten Tag festlegen, ab dem Sie überhaupt nicht mehr rauchen. Allmähliches Aufhören durch schrittweise Verminderung der Zigarettenanzahl führt hingegen nur äußerst selten zum Erfolg. Suchen Sie sich außerdem Menschen (Nicht-Raucher!), die Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen. Das können Familienmitglieder und Freunde sein oder Ihr Haus- oder Lungenfacharzt, der Ihnen mit geeigneten Mitteln die Entwöhnung erleichtern kann. Mit dem Programm „Strukturierte Raucherberatung und Tabakentwöhnung" bieten Lungenärzte deutschlandweit intensive ärztliche Beratung und Betreuung an. Hier wird der angehende Nicht-Raucher insbesondere in der kritischen Anfangszeit nicht alleine gelassen. Der Pneumologenverband (BdP) bietet eine Suchmöglichkeit nach einem Entwöhnungsarzt in Ihrer Nähe.

Nützliche Tipps und Kniffe finden Sie auch in vielen Ratgebern. So kann es in schwierigen Phasen der Abstinenz zum Beispiel hilfreich sein, wenn Sie sich Ihre ganz persönlichen Beweggründe, nicht mehr zu rauchen, ins Gedächtnis zurückrufen. Deshalb sollten Sie Ihre Gründe in einer persönlichen Bilanz schriftlich festhalten und sich diese in Krisenfällen ganz bewusst zu Gemüte ziehen.

Es gibt aber auch spezielle Tabakentwöhnungsprogramme, die besonders effektiv sind.