LUNGENÄRZTE

im Netz

In Zusammenarbeit mit:

Herausgeber:

Prognose

Eine Lungenfibrose kann nicht geheilt werden, da die narbigen Veränderungen des Lungengewebes sich nicht mehr zurückbilden können. Es handelt sich um eine sehr schwere Krankheit, die in zahlreichen Fällen zum Tod führt. Andererseits lässt sich das Fortschreiten der Krankheit zumindest verzögern. Dazu können die Betroffenen selbst beitragen, indem sie sich möglichst umfassende Kenntnisse über ihre Erkrankung aneignen und ein darauf abgestimmtes Selbstmanagement konsequent befolgen.
Die individuelle Prognose ist sehr unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B.:

  • vom Zeitpunkt des Behandlungsbeginnes (je früher desto besser)
  • vom Umfang der Lungenschädigung
  • von der Geschwindigkeit, mit der die Krankheit fortschreitet
  • vom Behandlungserfolg
  • von gegebenenfalls auftretenden Komplikationen wie Infektionen und LungenhochdruckLungenhochdruck
    Typisch für das Fortschreiten dieser Erkrankung ist, dass die verschiedenen Zellarten in den Wänden der Lungengefäße zu wuchern beginnen und so die Blutgefäße verengen - ein Vorgang, den die Wissenschaftler Remodeling (struktureller Umbau) nennen. In der Folge muss die rechte Herzkammer das Blut gegen den zunehmenden Widerstand der enger werdenden Gefäße in die Lunge pumpen, was wiederum zu Umbauprozessen des Herzmuskels und schließlich zum Versagen des Herzens führt.
     
    (Cor pulmonaleCor pulmonale
    Der Begriff stammt aus dem Lateinischen (cor = Herz, pulmo = Lunge). Ein Cor pulmonale entwickelt sich auf Grund einer dauerhaften Erhöhung des Blutdrucks im Lungenkreislauf. Ursache sind chronische Lungenerkrankungen (zum Beispiel Lungenfibrose, Lungenemphysem, COPD). Um den Blutkreislauf dennoch aufrechtzuerhalten, muss das Herz folglich einen noch höheren Druck aufbauen. Dies führt zunächst kompensatorisch zu einer Stärkung der Muskulatur der rechten Herzkammer. In fortgeschrittenen Stadien kann die erforderliche Pumpleistung allerdings nicht mehr ausgeglichen werden, so dass sich eine verminderte Herzleistung (Rechtsherzinsuffizienz) als Ausdruck eines Cor pulmonale einstellt.
    )

In jedem Fall sollten Betroffene ihre Erkrankung ernst nehmen und sich entsprechend vorsorglich verhalten, um Komplikationen vorzubeugen.