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Schädigung der Atemwege

Lungenemphysem: Emphysembulllae (Foto: Dr. Dietmar Kraus, Klinikum Nürnberg)

Raucher sind allgemein anfälliger gegenüber Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung. Sie neigen eher zu einer bronchialen Überempfindlichkeit mit allergischem Schnupfen (woraus sich auch Asthma entwickeln kann) und allgemein zu chronischen Entzündungen.

Etwa bei einem Drittel der Raucher treten Zeichen einer chronischen Bronchitis auf. Im Vergleich zu Nicht-Rauchern klagen Raucher:

  • 3 Mal häufiger über Husten
  • 4 Mal häufiger über Auswurf (so genannter produktiver Husten)
  • 1,5 Mal häufiger über Atemnot, was eine Störung der Lungenfunktion vermuten lässt.

Aber auch bei Rauchern ohne Beschwerden lassen sich Funktionsstörungen der Belüftung und Durchblutung der Lungen (mit bestimmten Untersuchungsmethoden wie zum Beispiel einer Peak-Flow-Messung) feststellen. So führt Rauchen von mehr als einer Schachtel (etwa 20 Zigaretten) täglich zu:

  • einem Verlust der forcierten 1-Sekunden-Kapazität (FEV1) - und zwar bei Männern von 7,4 ml, bei Frauen von 4,4, ml
  • häufigeren Atemwegsverengungen (Obstruktion)
  • einer allgemein verminderten Sauerstoffversorgung (niedrigere Diffusionskapazität für O2).
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Selbst beim Rauchen von weniger als 20 Zigaretten täglich besteht bereits das Risiko einer Lungenfunktionsstörung, wie die nebenstehende Abbildung zeigt. Bei steigendem Zigarettenkonsum nehmen Häufigkeit und Schweregrad der Lungenfunktionsstörungen zu. Das maximale FEV1 nimmt weiter ab und die verbleibende Luftmenge (Residualmenge) in der Lunge wird größer. Das Risiko, eine chronische Atemwegserkrankung (zum Beispiel ein Lungenemphysem oder Bronchiektasen) zu entwickeln, steigt. In verschiedenen Untersuchungen wurde gezeigt, dass zwischen Zigarettenkonsum und chronisch-obstuktiver Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem (COPD) eine dosisabhängige Beziehung besteht. Wer raucht, stirbt 5 Mal häufiger an COPD.