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Sputum-Diagnostik

Sputum eines Tuberkulose-Patienten

Der Auswurf (Sputum) eines Patienten kann makroskopisch und/oder mikroskopisch und kulturell untersucht werden:

Makroskopische Untersuchungen

Diese Untersuchungsmethode sollte zur Routine-Untersuchung bei Patienten mit Lungenerkrankungen gehören. Sie erfasst die Menge und Farbe des Sputums sowie eventuelle Blutbeimengungen. Bei Infektionen oder Bronchiektasen ist zum Beispiel die Menge des Sputums stark erhöht, seine Farbe ändert sich insbesondere bei bakteriellen Super-Infektionen (gelblich-grünliche Verfärbung infolge von Eiter), und das Auftreten von Blutbeimengungen ist ein Hinweis auf Lungenembolie, Tuberkulose, einen Tumor, akute Bronchitis, Bronchiektasen, Fremdkörperaspiration u.v.a.m.

Mikroskopische und kulturelle Untersuchungen

Diese Methoden umfassen die mikroskopische Beurteilung der Zellbestandteile im Sputum und das Anzüchten bakterieller Sputumkulturen zur Identifizierung von Erregern (zum Beispiel bei Lungenentzündung, Bronchitis, Tuberkulose) und zur zytologischen Untersuchung (beim Verdacht auf Tumoren). Außerdem dienen sie zur Beobachtung bestimmter Krankheitsbilder (zum Beispiel  erhöhte Anzahl von  eosinophilen Granulozyten bei Asthma, Vorkommen von elastischen Fasern bei Lungenabszessen).