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Kohlenmonoxid

Die Kohlenmonoxid-Menge im Tabakrauch beträgt (unabhängig vom NikotinNikotin
Mehrere Gründe sprechen dafür, dass die abhängigkeitserzeugende Substanz in Zigaretten das Nikotin ist:
  * Nikotin dringt ins zentrale Nervensystem (ZNS) ein und ist psychoaktiv.
  * Die physiologischen Effekte von Rauchen und gespritztem Nikotin sind identisch.
  * Nikotin funktioniert als „positiver Verstärker". Menschen (und auch Tiere) fügen sich in Experimenten eigenständig Nikotin zu.
  * Das Ablassen vom Suchtstoff (Tabak-Abstinenz) fällt leichter, wenn Nikotin medikamentös zugeführt (substituiert, also ersetzt) wird.
  * Raucher neigen dazu, ihr Rauchverhalten an die verschiedenen Nikotingehalte von Tabakerzeugnissen anzupassen
-Gehalt der jeweiligen Zigarettenmarke) etwa zwei Volumenprozent - also ebensoviel oder sogar mehr als die nicht entgifteten Abgase eines Automobils mit Ottomotor.

Dieses Atemgift blockiert den Blutfarbstoff (das HämoglobinHämoglobin
Ein eisenhaltiges Transportprotein, an das 4 molekulare Sauerstoffteilchen (O2) binden können.
 
), das dem Blut die rote Farbe gibt und den Sauerstoff von der Lunge zu den Organen transportiert. Die Neigung des Blutfarbstoffes ist allerdings 200 Mal größer, sich mit Kohlenmonoxid (CO)Kohlenmonoxid (CO)
CO ist ein Atemgift, da es eine mehr als 200-fach stärke Bindungsfähigkeit an das Sauerstofftransportmolekül Hämoglobin hat als Sauerstoff.
zu verbinden als mit Sauerstoff (O2). Anstelle des Sauerstoffs wird dann Kohlenmonoxid zu den Zellen transportiert. Kohlenmonoxid erschwert auch die Sauerstoffabgabe aus dem Blut an die verschiedenen Gewebe unseres Körpers.

Der durch das Einatmen von Kohlenmonoxid verursachte Sauerstoffmangel kann zu Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Benommenheit, Pulsbeschleunigung und Beeinträchtigung des Sehvermögens führen. Kohlenmonoxid kann die Innenhaut der Blutgefäße (das EndothelEndothel
Als Endothel wird die Zellschicht bezeichnet, welche die Wand der Blutgefäße von innen wie eine Tapete auskleidet und schützt.
) schädigen und dadurch die Arterienverkalkung fördern. Insbesondere ungeborene Kinder im Mutterleib sind durch Kohlenmonoxid gefährdet, wenn die Mutter aktiv oder passivraucht. Rauchen während der Schwangerschaft führt zu Frühgeburten, geringem Geburtsgewicht und Entwicklungsstörungen.