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Diagnose & Untersuchungsmethoden

Die eindeutige Erkennung einer Influenza ist im Anfangsstadium nicht immer leicht, da die Beschwerden bei einer einfachen Erkältungskrankheit ähnlich sein können. Für eine Influenza sprechen aber bei Erwachsenen ein plötzlicher Krankheitsbeginn in der kalten Jahreszeit, hohes Fieber, trockener Husten und ein schweres allgemeines Krankheitsgefühl. Bei Kindern können die Anzeichen hingegen völlig uncharakteristisch sein.

Für eine sichere Diagnose sind Laboruntersuchungen notwendig. Die Erreger können im Nasen- oder Rachenabstrich des Patienten nachgewiesen werden. Mit Hilfe einer Blutuntersuchung ist auch ein Test auf bestimmte AntikörperAntikörper
Antikörper werden auch Immunglobuline (Ig) genannt und sind Eiweißstoffe (Glykoproteine), die der menschliche Körper nach Kontakt mit einem Fremdstoff (Antigen) bildet. Diese Antikörper können dann gezielt (in der sogenannten Antigen-Antikörper-Reaktion) an die Antigene binden. Die so entstehenden Immunkomplexe werden dann unschädlich gemacht. Erhöhte Ig-Mengen weisen allgemein auf eine gesteigerte Immunabwehr hin, wie sie bei akuten oder chronischen Infektionskrankheiten (allergischen und parasitären Krankheiten) häufig auftritt. Man unterteilt die Immunglobuline in vier verschiedene Klassen (Ig A, Ig E, Ig G und Ig M). Je nachdem welcher Typ vermehrt vorliegt, erlaubt dies Rückschlüsse auf die vorliegende Krankheit.
gegen das Influenza-Virus möglich. Doch häufig sind diese erst bis zu 14 Tage nach der Ansteckung verlässlich nachweisbar.

Für den Patienten selbst haben diese zum Teil aufwändigen und zeitintensiven Methoden meist nur wenig praktischen Nutzen, er sollte bei Grippe-Verdacht sofort behandelt werden. Der Wert dieser Laboruntersuchungen liegt vielmehr in der Beobachtung der Ausbreitung von bestimmten Virus-Typen in der Bevölkerung sowie einer davon ableitbaren Überprüfung der in dem Jahr verfügbaren Grippe-Impfstoffe.