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Prognose & Verlauf

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Der Verlauf einer Grippe hängt einerseits vom Typ des Influenza-Virus selbst ab, und andererseits vom gegenwärtigen Zustand des Abwehrsystems des Patienten. Für einen an sich gesunden Organismus mit einem intakten ImmunsystemImmunsystem
Das körpereigene Abwehrsystem besteht aus drei Funktionskreisen:
(1) Knochenmark als Bildungsort für Immunzellen.
(2) Verschiedene zentrale Immunorgane wie Thymus (Prägung von T-Lymphozyten) und darmnahe Lymphorgane (für die Prägung von B-Lymphozyten).
(3) Sekundäre Lymphorgane wie Milz, Lymphknoten und Mandeln (Tonsillen).
Man unterscheidet die so genannte humorale Abwehr (über die Körperflüssigkeiten mit darin enthaltenen Antikörpern und Faktoren aus dem so genannten Komplementsystem) und die zellvermittelte Abwehr (mit B- und T-Zellen, Makrophagen, Antigen-präsentierenden Zellen, Granulozyten u.a.).
stellt die Grippe in der Regel kein lebensbedrohendes Problem dar. Die Mehrzahl der Grippe-Infektionen vergeht innerhalb von 14 Tagen mit einer völligen Gesundung des Patienten. Der Heilungsprozess kann aber häufig mehrere Wochen mit einem ständigen und bisweilen quälenden Reizhusten andauern.

Dass fast alle an Grippe erkrankten Menschen nicht arbeitsfähig sind, versteht sich aufgrund der Schwere der Erkrankung beinahe von selbst. Das hat auch wirtschaftliche Auswirkungen. Man schätzt, dass in den westlichen Industrieländern etwa 10% der krankheitsbedingten Arbeitsausfälle durch Influenza-Infektionen verursacht werden.

Besonders bei älteren Menschen, Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren oder Personen mit bereits bestehender Vorerkrankung der Atemwege (wie Asthma  oder COPD), der Nieren oder des Herzens sowie bei immungeschwächten Patienten können Komplikationen auftreten, die schlimmstenfalls zum Tode führen können.