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Abgrenzung zu Erkältungskrankheiten

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe „Grippe", „grippaler Infekt" und „Erkältung" fälschlicherweise oft gleichgesetzt. Eine Grippe ist aber eine erheblich schwerere Erkrankung als eine gewöhnliche Erkältung bzw. ein grippaler Infekt.

Eine normale Erkältung beginnt meist langsam mit einem einsetzenden Schnupfen, der sich mit einem klaren wässrigem Sekret äußert, das erst später dickflüssiger wird und bei einer bakteriellen Superinfektion gelbliche bis grünliche Färbung annimmt. Das Atmen durch die Nase fällt aufgrund der angeschwollenen Nasenschleimhaut schwerer und bisweilen stellt sich ein Druckgefühl in den Ohren ein. Man fühlt sich meist müde und abgeschlagen, leichtes Fieber kann dazukommen, ebenso wie schleimiger Husten, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Im Normalfall klingt eine Erkältung aber bereits nach einer Woche wieder ab. Für die echte Grippe sind dagegen der plötzliche Beginn der Krankheit mit hohem Fieber bis zu 41°C und ein erheblich schwereres Krankheitsbild typisch.

Zur Vorbeugung von Erkältungen und grippalen Infekten gilt es vor allem das ImmunsystemImmunsystem
Das körpereigene Abwehrsystem besteht aus drei Funktionskreisen:
(1) Knochenmark als Bildungsort für Immunzellen.
(2) Verschiedene zentrale Immunorgane wie Thymus (Prägung von T-Lymphozyten) und darmnahe Lymphorgane (für die Prägung von B-Lymphozyten).
(3) Sekundäre Lymphorgane wie Milz, Lymphknoten und Mandeln (Tonsillen).
Man unterscheidet die so genannte humorale Abwehr (über die Körperflüssigkeiten mit darin enthaltenen Antikörpern und Faktoren aus dem so genannten Komplementsystem) und die zellvermittelte Abwehr (mit B- und T-Zellen, Makrophagen, Antigen-präsentierenden Zellen, Granulozyten u.a.).
zu stärken. Dazu gehören eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung, eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, viel Bewegung an der frischen Luft mit witterungsangemessener Kleidung, um Unterkühlungen zu vermeiden und ein ausgewogenes Schlaf-Wachverhalten. Auch ZinkZink
Zink gehört zu den Nährstoffen, die vom Körper nicht selbst gebildet werden können und daher mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Die Zinkzufuhr muss regelmäßig erfolgen, da Zink im Körper nicht gespeichert werden kann. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene 15 Milligramm Zink pro Tag, die über die Nahrung aufgenommen werden sollten. Besonders tierische Nahrungsmittel sind reich an Zink. Muskelfleisch, Innereien und Fisch sind gute Zinkquellen. Auch Käse ist ein guter Zinklieferant. Ausgesprochen zinkarm sind hingegen die meisten Obst- und Gemüsesorten, generell ist in pflanzlicher Nahrung ist relativ wenig Zink enthalten, das außerdem schlechter verwertbar ist als das Zink aus tierischer Nahrung.
 
 
- oder Sonnenhutpräparate sollen angeblich die Abwehrkräfte verbessern helfen, Alkohol und hingegen gemieden werden. Auf das Auftreten einer Grippe haben diese vorbeugenden Maßnahmen jedoch keinen Einfluss, hier hilft nur eine jährliche Schutzimpfung.

Während die Grippe von Influenza-Viren ausgelöst wird, können für eine banale Erkältung mehr als 200 verschiedene Erreger - meist so genannte Corona-Viren, Adeno-Viren oder Rhino-Viren - verantwortlich sein. Da Erkältungen und Influenza also auf unterschiedliche Krankheitserreger zurückgehen, hilft eine Grippe-Schutzimpfung nicht gegen Erkältungskrankheiten. Auch ist eine Impfung gegen diese banalen Erkältungsinfekte aufgrund der Vielzahl der Viren und ihrer relativen Harmlosigkeit nicht verfügbar.