LUNGENÄRZTE

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Untersuchung

Die Diagnose von Asthma ergibt sich meistens aus der Schilderung der typischen wiederkehrenden Beschwerden des Kindes, wie pfeifende und brummende Geräusche bei der Atmung. Geht es nur um Husten, müssen andere Erkrankungen mit ähnlichem Erscheinungsbild ausgeschlossen werden: wie etwa Keuchhusten, Lungenentzündung. Auch verschiedene andere mögliche Ursachen und Krankheiten muss der Arzt abklären, zum Beispiel: Entzündung der Bronchiolen (das sind die feineren Verästelungen der Bronchien), Erweichung der Luftröhrenknorpel (auch infolge einer Vergrößerung der Schilddrüse bei Jodmangel o.ä.), Mukoviszidose (Cystischer Fibrose) (die auch infolge von versehentlich eingeatmeten Fremdkörpern, Erbrochenem, Blut etc. auftreten kann). So kann ein Schweißtest zum Ausschluss von MukoviszidoseMukoviszidose
Bei der Erbkrankheit Mukosviszidose, an der in Deutschland rund 8.000 Menschen leiden, führt ein fehlerhaftes Gen dazu, dass der Salz- und Wassertransport der Schleimhäute in Lunge, Darm und anderen Organen verändert ist und dadurch ein abnormal zähflüssiger Schleim in Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm gebildet wird, der die Bronchien und Verdauungswege verstopft. Atemnot, chronischer Husten, aber auch eine gestörte Verdauung und Infektanfälligkeit sind die Folgen. 
 
erforderlich sein. Im Blutbild können die Spiegel bestimmter Zelltypen (zum Beispiel Entzündungszellen: so genannte eosinophile Granulozyteneosinophile Granulozyten
Zellen des Immunsystems (weiße Blutkörperchen), die Immunkomplexe (Komplexe aus der Antigen-Antikörper-Reaktion) verdauen und somit die darin gebundenen Antigene unschädlich machen. Diese Zelltypen enthalten Körnchen (so genannte Granula) die sich mit dem Farbstoff Eosin (u.a. sauren Farbstoffen) anfärben lassen. Ihr Anteil steigt bei allergischen Reaktionen an (normal sind 2-4% im Blut). 
) und AntikörperAntikörper
Antikörper werden auch Immunglobuline (Ig) genannt und sind Eiweißstoffe (Glykoproteine), die der menschliche Körper nach Kontakt mit einem Fremdstoff (Antigen) bildet. Diese Antikörper können dann gezielt (in der sogenannten Antigen-Antikörper-Reaktion) an die Antigene binden. Die so entstehenden Immunkomplexe werden dann unschädlich gemacht. Erhöhte Ig-Mengen weisen allgemein auf eine gesteigerte Immunabwehr hin, wie sie bei akuten oder chronischen Infektionskrankheiten (allergischen und parasitären Krankheiten) häufig auftritt. Man unterteilt die Immunglobuline in vier verschiedene Klassen (Ig A, Ig E, Ig G und Ig M). Je nachdem welcher Typ vermehrt vorliegt, erlaubt dies Rückschlüsse auf die vorliegende Krankheit.
(ImmunglobulineImmunglobuline
Das sind Antikörper in Form von Eiweißstoffen (Glykoproteine), die der menschliche Körper nach Kontakt mit einem Fremdstoff (Antigen) bildet. Diese Antikörper können dann gezielt (in der so genannten Antigen-Antikörper-Reaktion) an die Antigene binden und die so entstehenden Immunkomplexe unschädlich gemacht werden.
Erhöhte Ig-Mengen weisen auf eine gesteigerte Immunabwehr hin, wie sie bei akuten oder chronischen Infektionskrankheiten (allergischen und parasitären Krankheiten) häufig auftritt. Man unterteilt die Immunglobuline in vier verschiedene Klassen (Ig A, Ig E, Ig G und Ig M). Je nachdem welcher Typ vermehrt vorliegt, erlaubt dies Rückschlüsse auf die vorliegende Krankheit.
vom Typ A, E, G und M) überprüft werden. Außerdem finden sich im Blut Hinweise darauf, ob eine Infektion der Atemwege mit Bakterien vorliegt.

Bei Säuglingen und jungen Kleinkindern (unter 2 Jahren) ist das Erkennen einer Asthma-Erkrankung natürlich recht schwierig. Eine Untersuchung ihrer LungenfunktionLungenfunktion
ist sehr eingeschränkt und nur in Spezialeinrichtungen überhaupt messbar. Verdacht auf ein Infekt-getriggertes Asthma (das nach einer Atemwegsinfektion bei Erkältungen oder schlimmeren Infekten immer wiederkehrt) besteht aber, wenn die folgenden Punkte zutreffen:

  • mehr als 3 Phasen mit pfeifenden Atemgeräuschen in den letzten 6 Monaten
  • Einlieferung ins Krankenhaus wegen Atembeschwerden mit Luftnot
  • Heftige Nasenschleimabsonderung ohne gleichzeitigen Atemwegsinfekt
  • Neurodermitis
  • Asthma und Allergien in der Familie häufig
  • Nachweis einer erhöhten Bildung von Antikörpern (Ig E)

Bei Kindern unter 8 Jahren erfolgt die Lungenfunktionsprüfung bevorzugt mittels Ganzkörper-Plethysmographie, da sie unabhängig von der aktiven Mitarbeit der kleinen Patienten durchgeführt werden kann.