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Untersuchung

Bei Verdacht auf eine chronisch-obstruktive Bronchitis versucht der Pneumologe (Lungenfacharzt) zahlreiche andere Erkrankungen mit ähnlichen Anzeichen auszuschließen, die ebenfalls als Ursache für die Beschwerden in Frage kommen, wie zum Beispiel Asthma bronchiale, Lungenstauung (Lungenödem) aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das reine Lungenemphysem, Lungenkrebs, Bronchieektasen und MukoviszidoseMukoviszidose
Bei der Erbkrankheit Mukosviszidose, an der in Deutschland rund 8.000 Menschen leiden, führt ein fehlerhaftes Gen dazu, dass der Salz- und Wassertransport der Schleimhäute in Lunge, Darm und anderen Organen verändert ist und dadurch ein abnormal zähflüssiger Schleim in Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm gebildet wird, der die Bronchien und Verdauungswege verstopft. Atemnot, chronischer Husten, aber auch eine gestörte Verdauung und Infektanfälligkeit sind die Folgen. 
 
(zystische Fibrose).

Dazu befragt der Arzt den Patienten zum Beispiel nach Zigarettenkonsum, Kontakt mit Schadstoffen am Arbeitsplatz, Alter oder Gewichtsverlust. Zur genauen Bestimmung des Schweregrades der chronisch obstruktiven Bronchitis dient eine Lungenfunktionsprüfung. Mit ihr lassen sich Art, Ausmaß und Rückbildungsfähigkeit der Atemwegsverengung und die Auswirkungen auf die Sauerstoffversorgung des Körpers genauer beurteilen. Bei Luftnot während körperlicher Anstrengung sind zusätzliche Belastungsuntersuchungen (wie der 6-Minuten-Gehtest, Ergometrie mit Messung der Blutgase unter Belastung oder eine SpiroergometrieSpiroergometrie
Bei dieser Untersuchung erfolgt eine Messung der maximalen O2-Aufnahme, CO2-Abgabe und der Ventilationswerte bei stufenweise ansteigender körperlicher Belastung (auf einem Fahrradergometer oder Laufband).
) hilfreich.

Auskunft über den Schweregrad einer fortgeschritteneren Erkrankung kann auch die Analyse der Blutgase liefern. Zur Unterscheidung einer chronisch-obstruktiven Bronchitis vom Lungenemphysem sind außerdem Messungen im Ganzkörperplethysmographen und eine Bestimmung der Kohlenmonoxid-Kapazität wertvoll. Eine Untersuchung des Auswurfs (Sputumanalyse) ermöglicht Aussagen über zusätzliche Superinfektionen, die meistens von Bakterien verursacht werden.

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs zeigt hauptsächlich bei Infekten eine Veränderung und ist wichtig um andere Erkrankungen wie Bronchiektasen oder LungenkrebsLungenkrebs
Das ist der im Brustkorb gelegene Raum zwischen den beiden Lungenflügeln, in dem die Brusteingeweide untergebracht sind - also das Herz, zugehörige Nerven, Gefäße und Lymphknoten. Die Pleuren (Rippen- und Lungenfell), welche die beiden Brustfellhöhlen mit den Lungenflügeln auskleiden, bilden eine Trennwand zwischen Mediastinum und Lunge. Nach vorne und hinten wird dieser Raum vom Brustbein und der Brustwirbelsäule begrenzt, von oben und unten erstreckt er sich etwa ab Höhe des Schlüsselbeins bis hinunter zum Zwerchfell. 
auszuschließen. Bei einer chronischen Bronchitis sieht man im Röntgenbild oft unregelmäßige, diffuse Streifen- oder Bandschatten (so genannte Plattenatelektasen, auch „dirty chest" genannt), die vom verminderten bis fehlenden Luftgehalt in den Lungenbläschen und einer entsprechend mangelhaften bis fehlenden Entfaltung des entsprechenden Lungenbereiches herrühren. Bei Verdacht auf ein Cor pulmonaleCor pulmonale
Der Begriff stammt aus dem Lateinischen (cor = Herz, pulmo = Lunge). Ein Cor pulmonale entwickelt sich auf Grund einer dauerhaften Erhöhung des Blutdrucks im Lungenkreislauf. Ursache sind chronische Lungenerkrankungen (zum Beispiel Lungenfibrose, Lungenemphysem, COPD). Um den Blutkreislauf dennoch aufrechtzuerhalten, muss das Herz folglich einen noch höheren Druck aufbauen. Dies führt zunächst kompensatorisch zu einer Stärkung der Muskulatur der rechten Herzkammer. In fortgeschrittenen Stadien kann die erforderliche Pumpleistung allerdings nicht mehr ausgeglichen werden, so dass sich eine verminderte Herzleistung (Rechtsherzinsuffizienz) als Ausdruck eines Cor pulmonale einstellt.
werden neben einem Elektrokardiogramm (EKG) vor allen Dingen eine Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens), manchmal auch eine Rechtsherzkatheteruntersuchung erforderlich.