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Besonderheiten bei Kindern

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Bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren kann eine obstruktive Bronchitis auch ohne chronischen Verlauf vorkommen. In 90 Prozent der Fälle ist die Ursache eine Infektion mit Viren. Sie führen zu einer Entzündung der Schleimhäute und lassen diese anschwellen. Aufgrund des kleinen Atemwegsdurchmessers bei Kindern, kann es bei verstärkter Schleimproduktion und Verkrampfung der Bronchien ziemlich schnell zu einer deutlichen Verengung der Atemwege kommen. Nicht selten steckt aber auch eine Asthma-Erkrankung dahinter, die nach entsprechender Behandlung zu einem deutlichen Rückgang der Bronchitishäufigkeit führt. In schweren Fällen ist die Sauerstoffsättigung im Blut stark erniedrigt.

Die Behandlung einer unkomplizierten, obstruktiven Bronchitis im Rahmen eines Virusinfektes beinhaltet das Anfeuchten der Atemluft, die Senkung des Fiebers, ein Ausgleich des Flüssigkeitsdefizits und gegebenenfalls die Beruhigung des kleinen Patienten. Die medikamentöse Behandlung besteht in der Inhalation von atemwegserweiternden Medikamenten. Wenn sich Atemwegsinfekte bei Kindern häufen, sollte immer auch an ein noch nicht erkanntes Asthma gedacht werden.

Säuglinge und Kleinkinder, die häufiger unter obstruktiver Bronchitis leiden, sollten möglichst keiner Schadstoffbelastung wie etwa Zigarettenrauch ausgesetzt werden. Eventuell wird ein Kuraufenthalt am Meer oder im Gebirge empfohlen. Wieder zu Hause sollte außerdem besonders auf die Vermeidung von Schadstoffen (vor allem von Tabakrauch) geachtet werden, um eine erneute Reizung der Atemwege und damit eine steigende Infektanfälligkeit zu verhindern.