LUNGENÄRZTE

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Untersuchung

Provokationstest

Bei Anzeichen eines Lungenemphysems versucht der Arzt zunächst eine Reihe von Erkrankungen auszuschließen, die ebenfalls für die Symptome (Luftnot) verantwortlich sein können, zum Beispiel Asthm , Herz-bedingte Lungenstauung, Bronchiektasen, Lungenkrebs, Tuberkulose, Fremdkörper-Aspiration und viele andere.

Auf die Befragung des Patienten nach Risikofaktoren wie Tabakkonsum oder einem möglichen Kontakt mit Staubbelastung am Arbeitsplatz, folgt eine gründliche Untersuchung. Typisch für ein Lungenemphysem sind ein abgeschwächtes Atemgeräusch und ein so genannter Schachtelton beim Abhören (hypersonorer Klopfschall).

Mit einer Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) lässt sich das Ausmaß der Atemwegsverengung und der Schweregrad der Überblähung bestimmen. Hier interessiert vor allem der Wert der so genannten EinsekundenkapazitätEinsekundenkapazität
Beim Lungenfunktionstest pustet der Patient über ein Mundstück in ein Gerät namens Spirometer, das die Menge der ausgeatmeten Luft (Volumen) misst. Hier interessiert vor allem der Wert der so genannten Einsekundenkapazität (FEV1 = forciertes expiratorisches Volumen in einer Sekunde). Je stärker die Bronchien verengt sind, umso weniger Luft kann der Betroffene in einer Sekunde ausatmen. 
(FEV1FEV1
Das so genannte FEV1 (= forciertes expiratorisches Volumen in einer Sekunde) - das ist die Luftmenge, die der Patient mit aller Kraft und möglichst schnell innerhalb einer Sekunde ausatmen kann.
 
 
= forciertes expiratorisches Volumen in einer Sekunde). Je stärker die Bronchien verengt sind, umso weniger Luft kann der Betroffene in einer Sekunde ausatmen. Um die Lungenoberfläche zu messen, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Dazu gehört insbesondere die CO-Diffusionsmessung, die vom Lungenfacharzt durchgeführt wird.

Wenn Luftnot unter körperlicher Anstrengung vorliegt, ist eine Lungenfunktionsmessung unter Belastung auf dem Ergometer (Ergo-Spirometrie) oder in Form eines 6-Minuten-Gehtestes mit Analyse der Blutgase erforderlich. Die beste Methode, um Asthma von einer chronisch-obstruktiven Bronchitis zu unterscheiden, ist der so genannte Bronchospasmolysetest: Dazu wird eine Spirometrie durchgeführt mit anschließender Wiederholung der Messung nach Medikamentengabe, um zu sehen, inwiefern die Atemwegsverengung sich durch bronchienerweiternde Mittel wieder rückgängig machen lässt. In Grenzfällen stehen dem Lungenarzt weitere Methoden zur Verfügung, um diese Krankheiten zu unterscheiden (z.B. bronchialer Provokationstest).

Mit Röntgenbildern lassen sich Emphysem-typische Anzeichen nachweisen, wie "dunkle Lungen" mit evtl. großen Emphysemblasen, ein tiefstehendes Zwerchfell, das sich während der Atembewegungen kaum verschiebt, und horizontal (anstatt schräg) verlaufende Rippen aufgrund der fassförmigen Verformung (Überblähung) des Brustkorbes. Eine besondere Hilfe in der Diagnostik stellt insbesondere das Computertomogramm dar.

Auch mit Hilfe eines Lungenszintigramm  können die vom Emphysem betroffenen Lungenbereiche identifiziert werden. Diese Methode ist (in Verbindung mit einem Computertomogramm beispielsweise nötig, um zu klären, ob eine Operation notwendig ist. Bei Rechtsherzüberlastung liefern EKG, Ultraschall vom Herzen (Echokardiographie) und Rechtsherzkatheter wichtige Informationen. Laboruntersuchungen spielen vor allem bei Verdacht auf einen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel eine Rolle.