LUNGENÄRZTE

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Krankheitsbild

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Die Symptome entwickeln sich langsam und schleichend über Monate oder Jahre und bleiben deshalb oft zunächst unbemerkt. Anfangs leiden die Betroffenen nur bei körperlicher Belastung unter Kurzatmigkeit. Auch bläulich verfärbte Lippen und Nagelbetten (ZyanoseZyanose
Bläuliche Verfärbung der Haut und Fingernägel infolge von akutem oder chronischem Sauerstoffmangel.
), ausgelöst durch erhöhte Kohledioxidmengen im Blut, können vorkommen - allerdings nur, wenn gleichzeitig eine Einengung der Bronchien (Obstruktion) vorliegt. In fortgeschrittenen Stadien kommt bei einem Teil der Patienten Gewichtsabnahme hinzu.

Für den Schweregrad der Krankheit ist entscheidend, in welchem Ausmaß und in welchen Bereiche das Lungengewebe geschädigt bzw. zerstört ist. Je nach Zerstörungsgrad der gasaustauschenden Lungenfläche kommt es früher oder später zu Luftnot.

Leitsymptom eines Lungenemphysems ist die Atemnot. Sie tritt anfangs und bei leichteren Formen nur bei körperlicher Anstrengung, im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf aber auch in Ruhe auf. Im Endstadium wird die geringste Belastung zur Tortur und die Betroffenen sind permanent auf ein Sauerstoffgerät angewiesenpermanent auf ein Sauerstoffgerät angewiesen
Eine Sauerstofflangzeittherapie (LTOT - abgekürzt aus dem Englischen long time oxygen therapy) ist der Ansicht von Spezialisten zufolge nur dann angezeigt und sinnvoll, wenn bereits mehrmals eine Sauerstoffmessung (meist anhand einer Blutprobe aus dem Ohrläppchen) durchgeführt wurde und die Sauerstoffwerte dabei immer wieder zu niedrig ausgefallen sind. Dann allerdings muss die Anwendung des Naturstoffes Sauerstoff (O2) über einen längeren Zeitraum, evtl. sogar dauernd erfolgen. Eine kurzzeitige Anwendung für lediglich ein paar Minuten pro Tag, ist zwar im Allgemeinen nicht schädlich, medizinisch gesehen aber sinnlos.
 
 
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Besteht zusätzlich eine Behinderung der Atmung (Obstruktion), sinkt bei den Betroffenen der Sauerstoffgehalt des Blutes, während der Kohlendioxidgehalt ansteigt. Neben dem Gefühl der Atemnot haben die Patienten oft zusätzlich Atemstörungen im Schlaf (Schlaf-Apnoe). In der Folge kommt es tagsüber zu einer leichten Ermüdbarkeit , einer verminderten Leistungsfähigkeit und einem schlechten Allgemeinbefinden.

Patienten mit chronischer Bronchitis leiden dieser Erkrankung entsprechend zusätzlich unter chronischem Husten mit Auswurf und werden dem Bronchitis-Typ zugeordnet (siehe COPD). Im Gegensatz zum reinen Emphysemtyp, der eher selten über Husten und Auswurf klagt.

Typisches äußerliches Merkmal ist der so genannte Fassthorax - ein kurzer und breiter, fassförmiger Brustkorb, der sich infolge der zunehmenden Lungenüberblähung entwickelt und dessen Beweglichkeit eingeschränkt ist.