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Therapie

Wichtig ist, dass die Therapie möglichst früh beginnt, um lebensbedrohliche Komplikationen zu vermeiden. Die ursächliche Behandlung, also die Bekämpfung des Erregers, besteht in der Einnahme geeigneter Antibiotika. Daneben werden auch die grippeähnlichen Beschwerden (wie Gliederschmerzen oder Fieber) sowie auftretende Begleitinfektionen mit Medikamenten behandelt. Der Patient sollte der Schwere seiner Erkrankung entsprechend das Bett hüten.

Die Behandlung einer schweren Legionellose beginnt eigentlich immer mit einer Injektion von Antibiotika, um eine möglichst schnelle Wirkung zu erzielen. Wenn der Patient auf die Behandlung anspricht, kann er drei Tage später auf Antibiotika-Tabletten umgestellt werden.

Ein Antibiotikum ist nur dann zu einer Behandlung der Legionärskrankheit geeignet, wenn es gegen gram-negativegram-negative
Bakterien sind gram-negativ, wenn sie sich nicht mit Jod anfärben lassen - mittels einer speziellen Färbemethode, die der Wissenschaftler Gram (1884) entwickelt hat. Die Anfärbbarkeit eines Bakteriums ist abhängig von der speziellen Beschaffenheit seiner Zellwand. Von dieser hängt auch die Wirksamkeit zahlreicher Antibiotika ab, die entweder direkt an der Bakterienzellwand andocken oder diese durchdringen müssen, um ihre wachstumshemmende oder abtötende Wirkung auf die Bakterien zu entfalten. So kann zum Beispiel das Antibiotikum Penicillin nicht zur Behandlung der Legionärskrankheit eingesetzt werden, weil es nur gegen gram-positive Bakterien wirksam ist.
Stäbchenbakterien wirksam ist.

Gegen die Legionärskrankheit steht eine Reihe verschiedener Arzneiwirkstoffe aus der Gruppe der Makrolide (wie Azithromycin) und Chinolone (insbesondere Levofloxacin) zur Verfügung. Bei Kontraindikationen gibt es weitere, mögliche Antibiotika. Transplantations-Patienten wird die Einnahme von Fluorquinolonen empfohlen, da diese (im Gegensatz zu den Makroliden) keine Wechselwirkung mit  ImmunsuppressivaImmunsuppressiva
Medikamente, die das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) unterdrücken.
  verursachen. Bei Schwangeren ist hingegen das Makrolid Erythromicin das Mittel der Wahl, da es den Fötus weniger stark belastet als andere Antibiotika.