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Risikofaktoren

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Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben vor allem Patienten mit einem geschwächten ImmunsystemImmunsystem
Das körpereigene Abwehrsystem besteht aus drei Funktionskreisen:
(1) Knochenmark als Bildungsort für Immunzellen.
(2) Verschiedene zentrale Immunorgane wie Thymus (Prägung von T-Lymphozyten) und darmnahe Lymphorgane (für die Prägung von B-Lymphozyten).
(3) Sekundäre Lymphorgane wie Milz, Lymphknoten und Mandeln (Tonsillen).
Man unterscheidet die so genannte humorale Abwehr (über die Körperflüssigkeiten mit darin enthaltenen Antikörpern und Faktoren aus dem so genannten Komplementsystem) und die zellvermittelte Abwehr (mit B- und T-Zellen, Makrophagen, Antigen-präsentierenden Zellen, Granulozyten u.a.).
. Dazu gehören ältere Menschen über 60 Jahre, Diabetiker, Patienten mit chronischen Erkrankungen, Herzinsuffizienz oder chronischer Bronchitis  sowie immungeschwächte Menschen, die Nierendialysen oder eine Chemotherapie durchführen müssen, denen ein Organ transplantiert wurde oder die zum Beispiel Aids (HIV) haben.

Auch Raucher haben gegenüber Nichtrauchern ein erhöhtes Infektionsrisiko, da Rauchen die Abwehr von Fremdkörpern in der Lunge schwächt. Dasselbe gilt für Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch. Außerdem können Mangelernährung oder Stoffwechselerkrankungen das Immunsystem schwächen.

Im Krankenhaus erworbene Legionellosen sind eher selten. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch gilt als unwahrscheinlich. Im Allgemeinen erkranken Männer häufiger als Frauen an der Legionärskrankheit.