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Prognose

Die Art, Ausprägung und Stärke allergischer Beschwerden unterliegen Schwankungen und können sich in verschiedenen Lebensaltern verändern. Gerade im Säuglings- und Kleinkindalter kommt es vor, dass Allergien nach einigen Jahren wieder ganz verschwinden. Bei etwa ¾ der Kinder ist dies bis zum Schulalter der Fall. Innerhalb der ersten drei Lebensjahre bilden sich Neurodermitis-Beschwerden bei 40% der betroffenen Kinder wieder zurück. Andererseits entwickeln 40-50% der Kinder mit Neurodermitis im weiteren Leben weitere allergische Erkrankungen wie Asthma bronchiale oder auch allergischen Schnupfen.

Auch mit zunehmendem Alter bessern sich Allergien oft, weil das ImmunsystemImmunsystem
Das körpereigene Abwehrsystem besteht aus drei Funktionskreisen:
(1) Knochenmark als Bildungsort für Immunzellen.
(2) Verschiedene zentrale Immunorgane wie Thymus (Prägung von T-Lymphozyten) und darmnahe Lymphorgane (für die Prägung von B-Lymphozyten).
(3) Sekundäre Lymphorgane wie Milz, Lymphknoten und Mandeln (Tonsillen).
Man unterscheidet die so genannte humorale Abwehr (über die Körperflüssigkeiten mit darin enthaltenen Antikörpern und Faktoren aus dem so genannten Komplementsystem) und die zellvermittelte Abwehr (mit B- und T-Zellen, Makrophagen, Antigen-präsentierenden Zellen, Granulozyten u.a.).
offenbar träger wird und immer weniger überempfindlich reagiert. Das gilt allerdings meist nicht für echte Nahrungsmittelallergien im Erwachsenenalter: Diese bleiben in den meisten Fällen bestehen, besonders wenn es sich um pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien handelt. Hier kann aber eine spezifische Immuntherapie (HyposensibilisierungHyposensibilisierung
Behandlungsform von Allergien, bei der dem Körper das Allergen in steigender Dosis injiziert wird, um die Allergieempfindlichkeit herabzusetzen bzw. ganz auszuschalten; erstreckt sich über mehrere Jahre.
Man spricht auch von spezifischer Immuntherapie mit Allergenen (SIT), Allergen-Immuntherapie, Allergie-Impfung oder Desensibilisierung.
) eventuell Linderung schaffen. Grundsätzlich können Patienten, die gegen Pollen allergisch sind, im Lauf der Zeit weitere Allergien entwickeln, zum Beispiel gegen Konservierungsstoffe.

Typisch für atopische Erkrankungenatopische Erkrankungen
Zum atopischen Formenkreis gehören: Asthma, Neurodermitis und allergischer Schnupfen mit Bindehautentzündung (Rhinokunjunktivitis) einschließlich Heuschnupfen und Hausstaubmilbenallergie. Diese Erkrankungsformen können entweder allein, nacheinander oder auch parallel auftreten. Unter Atopie versteht man eine erbliche Veranlagung (genetische Disposition), bei Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen (Allergenen) eine übersteigerte Abwehrreaktion und eine oder mehrere Erkrankungen des atopischen Formenkreis zu entwickeln.
ist der so genannte Etagenwechsel von der Haut oder den oberen Atemwegen in die unteren Atemwege (Bronchien), zu dem es insbesondere bei Nicht-Behandlung von Neurodermitis oder Heuschnupfen kommen kann.