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Komplikationen

Komplikationen einer Pneumonie können sowohl in der Lunge als auch in anderen Organen auftreten. Eine der schwerwiegendsten Komplikationen ist die so genannte respiratorische Insuffizienz. Dabei ist der Patient nicht mehr in der Lage, selbstständig zu atmen und genügend Sauerstoff aufzunehmen. Ein schwerer Sauerstoffmangel ist die Folge. Eine Blutvergiftung (Sepsis) zählt ebenfalls zu den schlimmsten Komplikationen. Dabei werden die Erreger im ganzen Körper gestreut, so dass es in vielen Organen zu Entzündungen kommt. Beide Komplikationen erfordern unbedingt eine intensivmedizinische Behandlung mit ggf. maschineller Beatmung.

Aus jeder akuten Pneumonie kann sich eine chronische Entzündung mit langwierigem Verlauf entwickeln. Durch solch eine chronische Pneumonie kann es zu Aussackungen der Bronchien (Bronchiektasen) kommen, die wiederkehrende Entzündungen oder auch Lungenblutungen nach sich ziehen können. Als Folge der entzündlichen Reaktionen vernarbt das Lungengewebe, das dann weniger dehnbar ist.

Da Patienten mit einer schweren Pneumonie lange Zeit ans Bett gefesselt sind, können sich u.U. Thrombosen (Verschluss einer Vene durch einen Blutpfropfen) bilden. Im ungünstigsten Fall kann solch ein Thrombus in den Blutstrom verschleppt werden und in der Lunge ein Gefäß verschließen (Embolie). 

Infolge einer Pneumonie kann es auch zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder zu einer Eiteransammlung im Gehirn (Hirnabszess) kommen. Außerdem sind entzündliche Veränderungen an Herz, Gelenken und Knochen zu befürchten.