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Warnzeichen & Krankheitsbild

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Mögliche Warnzeichen

Der Spannungspneumothorax ist ein zum Glück sehr seltenes, schweres Krankheitsbild mit schneller Verschlechterung des Allgemeinzustands des Patienten. Die frühesten Anzeichen sind ein plötzlich auftretender, atemabhängiger, stechender Schmerz in der Brust und zunehmende Luftnot. Ähnliche Symptome können allerdings zum Beispiel auch ein Herzinfarkt, eine Lungenembolie oder ein geplatztes großes Gefäß (Aneurysma) verursachen.

Im Gegensatz dazu kann ein gering ausgeprägter Spontanpneumothorax so wenige Beschwerden bereiten, dass er tagelang unentdeckt bleibt. Hier sind langsam zunehmende Atembeschwerden während körperlicher Belastung und Reizhusten die ersten Anzeichen.

Krankheitsbild

Am Beginn der Erkrankung steht meistens ein plötzliches Schmerzereignis. Später entwickeln sich häufig Reizhusten, Husten und örtlich beschränkte, atemabhängige und stechende Schmerzen bei zunehmender Luftnot mit flacher Atmung.

Handelt es sich um einen Spannungspneumothorax, schreitet die Erkrankung sehr rasch fort, der Patient leidet unter stark zunehmender Luftnot und hoher Herzfrequenz. Das „Vollbild" ist dann der kardiogene Schock mit Herz-Kreislaufversagen, ZyanoseZyanose
Bläuliche Verfärbung der Haut und Fingernägel infolge von akutem oder chronischem Sauerstoffmangel.
(Blaufärbung von Lippen, Haut und Schleimhäuten infolge starken Sauerstoffmangels), Blutdruckabfall und aufgestaute Halsvenen (venöse Einflussstauung). Ein weiteres Symptom ist die asymmetrische Atmung, bei der die erkrankte Seite kleinere Atembewegungen ausführt und zeitlich verzögert ist.

Bei einem Spannungspneumothorax und bei einem traumatischen Pneumothorax kann sich zusätzlich ein Hautemphysem bilden, das heißt, die Luft dringt unter die Körperhaut ein und sammelt sich im Unterhautfettgewebe an. Man erkennt dies an knisternden Geräuschen unter der Haut und Schwellungen.

Bei jeder unklaren Atemnot muss unbedingt an einen PneumothoraxPneumothorax
Darunter versteht man eine krankhafte Luftansammlung im Brustkorb, genauer zwischen dem inneren Lungenfell (Pleura visceralis) und dem äußeren Lungenfell (Pleura parietalis), wo sich normalerweise keine Luft befinden sollte. Dies führt zu einem in sich Zusammensinken eines Lungenflügels (Kollaps) und dadurch zu einer unzureichenden Atemfunktion der Lunge.
gedacht werden, besonders wenn Vorerkrankungen der Lunge bekannt sind oder die Beschwerden ganz plötzlich aufgetreten sind.

Autor/Autoren: äin-red