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Warum das Auftreten von Allergien in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat, kann man sich derzeit noch nicht schlüssig erklären. Neben genetischen Faktoren kommen für diesen zunehmenden Trend eigentlich nur Veränderungen in den Lebensbedingungen als Ursache in Frage. Dazu zählt paradoxerweise die zunehmende Hygienezunehmende Hygiene
Der Mensch war zum Beispiel über Jahrmillionen gewohnt, auch verderbliche Nahrung zu essen, die mit Bakterien und Pilzen belastet war. Außerdem war sein Wohnumfeld früher mit mehr Keimen verunreinigt als heutzutage. Dadurch wird das  Immunsystem quasi unterfordert, so dass es zu einer Überbewertung anderer, eigentlich harmloser Fremdstoffe kommen kann. Insofern dürften Allergie auslösende Stoffe (Allergene) im häuslichen und beruflichen Umfeld eine immer größere Rolle spielen. So beobachtet man, dass Asthma bei Kindern, die auf dem Land aufwachsen seltener auftritt, während sich die Asthma-Fälle in den Städten, vor allem in Wohngegenden mit stark befahrenen Straßen, häufen. 
 
, die zu einer völlig neuartigen Beanspruchung des Immunsystems führt. Schließlich war der Mensch über Jahrmillionen gewohnt, auch verderbliche Nahrung zu essen, die mit Bakterien und Pilzen belastet war. Auch seine Umgebung (zum Beispiel das Wohnumfeld) war früher mit mehr Keimen verunreinigt als heutzutage. Andererseits treten heute sehr viel mehr Virusinfekte auf, da infolge der ansteigenden Häufigkeit des Reisens in den letzten 100 Jahren die Kontakte mit fremdartigen Virusstämmen explosionsartig zugenommen haben. Die heutigen, verbesserten hygienischen Verhältnisse haben zwar viele Infektionskrankheiten (wie zum Beispiel Tuberkulose, Pest, Cholera usw.) besiegt, das ImmunsystemImmunsystem
Das körpereigene Abwehrsystem besteht aus drei Funktionskreisen:
(1) Knochenmark als Bildungsort für Immunzellen.
(2) Verschiedene zentrale Immunorgane wie Thymus (Prägung von T-Lymphozyten) und darmnahe Lymphorgane (für die Prägung von B-Lymphozyten).
(3) Sekundäre Lymphorgane wie Milz, Lymphknoten und Mandeln (Tonsillen).
Man unterscheidet die so genannte humorale Abwehr (über die Körperflüssigkeiten mit darin enthaltenen Antikörpern und Faktoren aus dem so genannten Komplementsystem) und die zellvermittelte Abwehr (mit B- und T-Zellen, Makrophagen, Antigen-präsentierenden Zellen, Granulozyten u.a.).
wird dadurch aber quasi unterfordert, so dass es zu einer Überbewertung anderer Fremdstoffe kommen kann. Das führt dann dazu, dass eigentlich harmlose Stoffe im häuslichen und beruflichen Umfeld Allergien auslösen.

Neben der Hygienehypothese wird auch diskutiert, ob Pflanzen in der Stadt aufgrund des zunehmenden "Stresses" (durch Boden- und Luftschadstoffe, Asphaltversiegelung und Nährstoffmangel) dazu veranlasst werden,  mehr und "aggressivere" Pollen zu bilden, um sich trotz widriger Umweltbedingungen weiterhin fortpflanzen zu können. Möglicherweise würde so die Menge und/oder Stärke der Pollen-AllergeneAllergene
Das sind Stoffe, die vom Immunsystem des Körpers als „fremd" eingestuft und deshalb angegriffen werden, was zu einer übersteigerten Abwehrreaktion (= Allergie mit Überempfindlichkeit des Körpers gegen das jeweilige Allergen) führt.
Man unterscheidet tierische, pflanzliche und chemische Allergene, wobei fast jede Umweltsubstanz eine Allergie auslösen kann. Ein potenzielles Allergen ist eine Substanz, die aufgrund ihrer biochemischen Beschaffenheit häufiger als andere Substanzen eine allergische Reaktion hervorrufen kann.
 
 
 
in den Städten zunehmen, so dass immer mehr Menschen überempfindlich auf sie reagieren. Klimatische Veränderungen (wie der Trend zur globalen Erwärmung) könnten ebenfalls eine Ursache für einen veränderten Pollenflug darstellen, da zum Beispiel Blühzeitpunkt und -Dauer der Bäume und Sträucher maßgeblich durch das Wetter beeinflusst werden.