LUNGENÄRZTE

im Netz

In Zusammenarbeit mit:

Herausgeber:

Habe ich COPD?

Die Beschwerden einer COPD entwickeln sich schleichend über mehrere Jahre hinweg. Chronischer Husten wird, besonders von Rauchern, oft nicht ernst genommen, selbst wenn er über Monate und Jahre fortbesteht. Nach einem 20- bis 25-jährigen Konsum von 20 Zigaretten täglich sind die Flimmerhärchen der Schleimhaut in den Atemwegen weitgehend zerstört. Ein ständiger „Raucherhusten“ ist dann die einzige Möglichkeit, um die Lunge wenigstens teilweise von Schadstoffen und Mikroorganismen zu reinigen. Regelmäßiger Husten mit oder ohne Auswurf sollte als Alarmzeichen aber ernst genommen werden und den Betroffenen möglichst zum Aufgeben des Rauchens veranlassen. Nur so kann das Fortschreiten einer COPD-Erkrankung gebremst und in vielen Fällen sogar zum Stillstand gebracht werden. Zeichen einer beginnenden Einengung der Atemwege sind Atemgeräusche: Rasselgeräusche oder (zum Teil abhustbares) Giemen, gelegentlich auch ein Engegefühl in der Brust und Atemnot bei Belastung. Zeichen einer fortschreitenden Verengung oder eines Emphysems ist Luftnot bei geringer Belastung und später auch in Ruhe.

Wenn es zu häufigem Husten, wiederholten Atemwegsinfekten oder Atembeschwerden unter körperlicher Belastung kommt, entschuldigen das manche Betroffene gerne mit mangelnder Fitness oder ihrem Alter, obwohl eine COPD die Ursache ist. Um zu erfahren, ob Ihre Beschwerden bereits auf eine COPD hinweisen, können Sie einen COPD-Test machen. In jedem Fall aber sollten Husten, der länger als 8 Wochen anhält, und Atemnot bei Belastung durch den Arzt abgeklärt werden.