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Ursachen & Risikofaktoren

In der westlichen Welt sind 80-90% der COPD-Fälle durch Rauchen verursacht.

Aktives Rauchen
Tabakrauchen erhöht das Risiko, an einer COPD zu erkranken um das 13-fache, und ist der wesentliche Risikofaktor für die Entstehung der so genannten Raucherlunge (= COPD). Bis zu 50% der älteren Raucher haben eine COPD. Dabei wird das Risiko eine COPD zu entwickeln, durch die Gesamtzahl der lebenslang gerauchten Zigaretten bestimmt (anhand der so genannten Packungsjahre bzw. pack-years). Ein Packungsjahr bedeutet, dass ein Raucher über den Zeitraum von einem Jahr durchschnittlich täglich eine Packung Zigaretten geraucht hat. Wobei sich diese Angabe auf den jeweiligen, persönlichen Konsum entsprechend umrechnen lässt. Zum Beispiel: 20 Packungsjahre können bedeuten: 10 Jahre 2 Schachteln pro Tag geraucht oder 20 Jahre eine Packung pro Tag geraucht.

Passivrauchen
In Deutschland ist mehr als ein Viertel der nichtrauchenden Bevölkerung regelmäßig Passivrauch ausgesetzt. Nach Schätzungen der European Respiratory Society (Europäische Lungenfachgesellschaft) sterben in Deutschland jedes Jahr 4.000 Nichtraucher an den Folgen des Passivrauchs, davon allein über 900 Patienten an einer durch Passivrauchen verursachten COPD. Kinder, die in ihrem Umfeld passiv „mitrauchen“ müssen, leiden häufiger unter Atemwegsinfektionen und weisen ein erhöhtes Risiko auf, an Asthma bronchiale oder anderen Atemwegserkrankungen zu erkranken. Die in Deutschland nunmehr weitgehend flächendeckend bestehenden Rauchverbote sind daher notwendig.

Genetische Veranlagung
Ursache einer COPD ist nicht immer das Rauchen. Auch die Gene spielen eine Rolle und können eine angeborene Erbkrankheit – den so genannten Alpha-1-Antitrypsin-Mangel - hervorrufen.

Risikofaktoren
Frauen sind gegenüber den Auswirkungen des Rauchens empfindlicher als Männer und entwickeln entsprechend häufiger eine COPD. Bei rauchenden Frauen ist zudem das Risiko erhöht, dass sie wegen einer COPD im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Auch eine familiäre Häufung der COPD ist bekannt, allerdings wird normalerweise eine COPD „nicht direkt“ vererbt. Es gibt allerdings eine seltene Erberkrankung, den Alpha-1-Antitrypsin-Mangel. Bei Menschen mit dieser Erkrankung kommt es regelhaft zu einer schweren COPD mit Lungenemphysem, wenn sie rauchen.