LUNGENÄRZTE

im Netz

In Zusammenarbeit mit:

Herausgeber:

Was ist ein Tumor?

© absolut - Fotolia.com

Gutartige Lungentumoren entstehen durch spontane Neubildung von körpereigenem Gewebe, gelegentlich ausgelöst durch Entzündungsprozesse. Die neu entstandenen Zellen haben häufig ihre spezifische Funktion des ursprünglichen Gewebes, aus dem sie stammen, verloren und sind nun nichts weiter als raumfordernd.

Gutartige Tumoren beeinträchtigen das Leben des Betroffenen nicht. Es sei denn, sie üben auf Grund ihrer Lage einen zu starken Druck auf benachbartes Gewebe aus, wie es zum Beispiel im Gehirn oder in der Luftröhre vorkommen kann. Sie wachsen langsam, vom übrigen Gewebe gut abgegrenzt (meistens verkapselt) und beschränken sich gewöhnlich auf den Ort ihrer Entstehung. Im Röntgenbild erscheinen sie als so genannte Rundherde.

Gutartige Geschwülste machen etwa zwei Prozent der Lungentumoren aus. Sie können sich aus allen in der Lunge vorkommenden Gewebstypen entwickeln: Es gibt AdenomeAdenome
Geschwülste aus Drüsengewebe. 
, LipomeLipome
Geschwülste aus Fettgewebe.
, AngiomeAngiome
Geschwülste aus Gefäßgewebe.
, FibromeFibrome
Geschwülste aus Bindegewebe.
und ChondromeChondrome
Geschwülste aus Knorpelgewebe.
. Am häufigsten findet man HamartomeHamartome
Tumoren, die von einer Gewebsfehlentwicklung ausgehen und daher oft eine Mischung aus unterschiedlich reifen Gewebepartien darstellen.
. Allen gutartigen Tumoren gemeinsam ist eine glatte Oberfläche und eine weiche, gegen das Nachbargewebe verschiebliche Beschaffenheit.

Benigne (gutartige) Tumoren der Lunge werden ebenso wie die bösartigen Geschwülste in der Regel rein zufällig bei Röntgenuntersuchungen des Brustkorbs entdeckt.