LUNGENÄRZTE

im Netz

In Zusammenarbeit mit:

Herausgeber:

Prognose & Vorbeugung

© Janina Dierks - Fotolia.com

Ein rechtzeitig erkannter Pneumothorax kann gut geheilt werden - bei kleineren Luftansammlungen sogar allein durch Bettruhe. Dagegen ist bei schweren Vorerkrankungen der Lunge die Prognose schlechter und es kann zu lebensbedrohlichen Situationen kommen. Man weiß, dass bei Patienten mit einem fortgeschrittenen Lungenemphysem oder langjähriger MukoviszidoseMukoviszidose
Bei der Erbkrankheit Mukosviszidose, an der in Deutschland rund 8.000 Menschen leiden, führt ein fehlerhaftes Gen dazu, dass der Salz- und Wassertransport der Schleimhäute in Lunge, Darm und anderen Organen verändert ist und dadurch ein abnormal zähflüssiger Schleim in Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm gebildet wird, der die Bronchien und Verdauungswege verstopft. Atemnot, chronischer Husten, aber auch eine gestörte Verdauung und Infektanfälligkeit sind die Folgen. 
 
die Sterblichkeit bei einer zusätzlicher Erkrankung an einem PneumothoraxPneumothorax
Darunter versteht man eine krankhafte Luftansammlung im Brustkorb, genauer zwischen dem inneren Lungenfell (Pleura visceralis) und dem äußeren Lungenfell (Pleura parietalis), wo sich normalerweise keine Luft befinden sollte. Dies führt zu einem in sich Zusammensinken eines Lungenflügels (Kollaps) und dadurch zu einer unzureichenden Atemfunktion der Lunge.
deutlich ansteigt.

Der Spontanpneumothorax hat die beste Prognose, allerdings neigt vor allem dieser zu wiederkehrendem Auftreten. So kommt es nach dem ersten Spontanpneumothorax in ca. 30% der Fälle zu einem erneuten Pneumothorax - nach dem zweiten sogar in 60% der Fälle. Das höchste Risiko für einen Rückfall besteht in den ersten drei Monaten nach der Erkrankung.

Um ein erneutes Auftreten zu verhindern, wird nach der Genesung eine körperliche Schonung von mehreren Monaten empfohlen. Auch sollte Fliegen ohne Druckausgleich oder Gerätetauchen für die nächsten sechs Monate vermieden werden, da dies das Entstehen eines erneuten Pneumothorax begünstigen könnte. Sobald der Pneumothorax völlig ausgeheilt ist und wenn die Ursache der Erkrankung erfolgreich behoben wurde, kann aber jede andere Sportart ausgeübt werden.

Entsteht ein traumatischer Pneumothorax durch ärztliche Eingriffe, ist es wichtig, ihn rechtzeitig zu erkennen. Deshalb wird nach Eingriffen, bei denen es relativ leicht zu einem Pneumothorax kommen kann, eine Röntgen-Kontrolle gemacht, um gegebenenfalls schnellstmöglich nachbehandeln zu können.

Die Dauer bis zur vollständigen Heilung dauert je nach Schwere der Ausprägung wenige Tage bis mehrere Wochen. Da Rauchen eine große Rolle bei der Entstehung von Lungenerkrankungen spielt, gehören das Nichtrauchen und die Raucherentwöhnung zu den wichtigsten beeinflussbaren Strategien zur Vorbeugung eines Pneumothorax.

Autor/Autoren: äin-red