Schnarchen kann gefährlich sein

Schnarchen ist weit verbreitet: Fast jeder dritte Mann und jede fünfte Frau tut es. Das kann nicht nur die Schlafqualität des Bettnachbarn stören, sondern unter Umständen auch der eigenen Gesundheit schaden. Schlimmstenfalls bringen die Betroffenen sich damit sogar in Lebensgefahr.

Zwar sind überwiegend übergewichtige Männer von der so genannten Schlafapnoe betroffen. Dennoch schnarcht fast jeder dritte Mann und jede fünfte Frau. Bei jedem zehnten Betroffenen werde die Luftröhre blockiert, und die Atmung setze immer wieder aus, teilte Anfang Januar die Techniker Krankenkasse (TK) in Hamburg mit. „Das Gehirn schlägt dann sofort Alarm, der Betroffene wacht auf und holt mit einem lauten Schnarcher erneut Luft. Dies kann sich die ganze Nacht wiederholen, meist ohne dass der Schnarcher die Schlafunterbrechungen bewusst bemerkt“, erklärt die Ärztin Maria Schwormstedt von der TK. In schweren Fällen setze die Atmung mehrere hundert Mal pro Nacht aus. Betroffene fühlten sich deshalb am nächsten Tag müde und abgespannt. Der nächtliche Sauerstoffmangel belaste außerdem das Herz-Kreislaufsystem, und das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall steige deutlich. Im Extremfall könne Schnarchen tödlich enden.

Bei Herzrasen sofort zum Arzt
„Zum Arzt sollten Schnarcher gehen, wenn sie nachts mit Herzrasen aufwachen, während der Nacht häufig zur Toilette gehen müssen und tagsüber müde sind oder sich nur schwer konzentrieren können“, empfiehlt Schwormstedt. Der Arzt könne organische Ursachen wie ein verlängertes Zäpfchen, eine Nasenscheidewand-Verkrümmung oder vergrößerte Mandeln und Polypen feststellen und behandeln. Gemeinsam mit dem Gesundheitsmagazin „Healthy Living“ bietet die Techniker Krankenkasse ein Expertentelefon zum Thema Schnarchen: 01802 / 11 22 66.

Quelle: Netzeitung