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Es ist nicht immer notwendig, eine Sarkoidose mit Medikamenten zu behandeln, da die Krankheit dazu neigt, von allein wieder zu vergehen, sie muss jedoch immer kontrolliert werden. Zur medikamentösen Therapie eignen sich besonders die Glucocorticosteroide, von denen das CortisonCortison
Dies ist ein Hormon, das der Körper in der Nebenniere auch selber herstellt. Es wird vor allem in Stresssituationen gebildet, reguliert aber auch das Immunsystem und kann überschießende Entzündungsreaktionen abschwächen. Cortison bewirkt ein Abschwellen der Bronchialschleimhaut, verringert die Schleimproduktion, hemmt die allergische Reaktion und vermindert die Überempfindlichkeit (Hyperreagibilität) der Bronchien. Während Cortisontabletten in Abhängigkeit von der Dauer der Einnahme und der Dosis schwere Nebenwirkungen haben können, ist die Inhalation moderner Cortisonsprays auch in der Langzeitanwendung unproblematisch, auch wenn immer wieder in den Medien das Gegenteil behauptet wird.
das bekannteste ist. Sie helfen sehr gut, allerdings darf man die Nebenwirkungen einer Langzeittherapie nicht vernachlässigen. Deshalb sollte eines der folgenden Kriterien erfüllt sein, bevor Cortison eingesetzt wird:

Eine Behandlung mit  Cortison dauert ungefähr drei Monate, danach wird die Dosierung allmählich verringert. Dabei kann das Cortison auch durch andere Medikamente wie Chloroquin und Azathioprin ersetzt werden, die ebenfalls das  ImmunsystemImmunsystem
Das körpereigene Abwehrsystem besteht aus drei Funktionskreisen:
(1) Knochenmark als Bildungsort für Immunzellen.
(2) Verschiedene zentrale Immunorgane wie Thymus (Prägung von T-Lymphozyten) und darmnahe Lymphorgane (für die Prägung von B-Lymphozyten).
(3) Sekundäre Lymphorgane wie Milz, Lymphknoten und Mandeln (Tonsillen).
Man unterscheidet die so genannte humorale Abwehr (über die Körperflüssigkeiten mit darin enthaltenen Antikörpern und Faktoren aus dem so genannten Komplementsystem) und die zellvermittelte Abwehr (mit B- und T-Zellen, Makrophagen, Antigen-präsentierenden Zellen, Granulozyten u.a.).
  unterdrücken, wenn auch auf andere Weise als Cortison. Allerdings haben auch diese Arzneimittel unerwünschte Nebenwirkungen.

Das Löfgren-Syndrom (siehe "Sonderformen") und akute Schübe können mit Acetylsalizylsäure, Ibuprofen und Diclofenac, aber auch sehr gut mit Cortison behandelt werden.

Bei allen leichteren Formen wartet man ab. Dabei wird jedoch engmaschig kontrolliert, indem alle drei Monate die Lungenfunktion geprüft und alle 6 bis 12 Monate ein Röntgenbild des Brustkorbs gemacht wird.

Autor/Autoren: äin-red