LUNGENÄRZTE

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In Zusammenarbeit mit:

Herausgeber:

Dr. med. Andreas Korupp, Dr. med. Guido Rose - 97421 Schweinfurt

Corona-Impfungen / "Impf-Attest"

Das Bundesgesundheitsministerimum hat am 15.12.2020 eine "Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV 2" erlassen. Hier wurden verschiedene Impf-Gruppen definiert.

Durch Einteilung in diese Gruppen wird die Reihenfolge der Impfungen festgelegt. Primär erfolgt die Einstufung nach dem Alter, im Verlauf dann auch nach "Notwendigkeit", siehe folgender Link:

Corona-Impfverordnung

Patienten mit COPD und Asthma oder anderen schweren Lungenerkrankungen erhalten auf Anfrage von uns ein Attest, welches beim zuständigen Impfzentrum vorgelegt werden kann.

Die genauen Abläufe, wie und wann sich Patienten bei wem melden müssen, um einen Impftermin zu erhalten, sind inzwischen festgelegt worden. Es ist möglich, sich über das Internet anzumelden (siehe unten) oder aber auch telefonisch.

Die Internet-Adresse lautet:

www.impfzentren.bayern.de

Vergessen Sie bitte nicht, relevante Vorerkrankungen beim Anmeldeprozess anzugeben!

Menschen, die kein Internet haben, oder sich nicht sicher genug fühlen im Umgang mit dem Computer, stehen folgende Telefonnummern zur Verfügung:

Personen aus Stadt und Landkreis Schweinfurt können sich unter der Hotline Tel. 0800-8772834 informieren, Impfungen finden im Impfzentrum am Volksfestplatz statt.

Im Landkreis Haßberge sind über das Bürgertelefon 09521-27600 Informationen erhältlich, im Landkreis Bad Kissingen über die Telefon-Nummer 0971-8011000, im Landkreis Main-Spessart unter 09353-7931555, im Kreis Rhön-Grabfeld unter 09771-94800, im Landkreis Würzburg unter 0931-8000844, in der Stadt Würzburg unter 0931-8000844 und im Landkreis Kitzingen unter 09321-7041818 und 0800-8123000.

Auf einen Anruf der Nummer 116 117 sollten Sie besser verzichten, diese Nummer wurde zwar "offizell" auch als Kontakt empfohlen, ist aber eigentlich für den kassenärztlichen Notdienst gedacht.

Sollten Sie an einer chronischen Atemwegserkrankung leiden, so bekommen Sie von uns ein "Impf-Attest".

Wir geben Ihnen ein solches Attest entweder bei Ihrem Praxisbesuch mit oder aber Sie können es unter der email-Adresse

LungenpraxisDresKoruppundRose@web.de

anfordern.

Außerdem ist es unter der Handy-Nummer

0176 5044 5010

von 8-13 Uhr von Montag bis Freitag möglich, die Ausstellung eines Attests zu erbitten.

Voraussetzung ist, dass Sie an einer COPD, einem Asthma oder einer anderen schweren Lungenkrankheit leiden, in der Praxis bekannt sind und in den letzten Jahren durch uns behandelt wurden. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir für uns nicht bekannte Patienten keine Atteste ausstellen können (und dürfen).

Zum Schluss noch eine Anmerkung für unsere Asthma-Patienten: obwohl in der Gruppeneinteilung "Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität" nicht unterschieden wird zwischen Asthma und COPD, gibt es bis heute keine Hinweise, dass gut eingestellte Asthmapatienten zu einer "Corona-Risikogruppe" gehören.

Es gibt also keine Hinweise darauf, dass Asthma-Patienten, deren Erkrankung gut beherrscht ist, gefährdet sind, sich häufiger mit dem Coronavirus anzustecken oder dass Ihnen ein schwerer Krankheitsverlauf droht. Dies wird durch mehrere erst in den letzten Wochen veröffentlichte wissenschaftliche Studien belegt und so wurde es auch unseren Asthma-Patienten bisher vermittelt. Etwas anderes gilt für schwer kranke Asthmatiker, die viele Medikamente, manchmal auch Kortison-Tabletten, benötigen, damit die Erkrankung beherrscht werden kann.

Da der Gesetzgeber die Priorisierung in der oben genannten Weise festgelegt hat und keine Unterschiede zwischen schwer kranken und leichter erkrankten Asthmatikern gemacht wird, werden wir allen unseren Asthmapatienten ein solches Attest ausstellen.

 

Impfstoffe verschiedener Hersteller

Da inzwischen Impfungen mehrerer Hersteller auf dem Markt sind, werden Sie sich sicher fragen, welcher Impfstoff "der Bessere" ist.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Impfstoffe von Biontech/Pfizer aus Mainz und von Moderna aus den USA die beste "allgemeine" Schutzwirkung (von über 90%) haben. Und es gibt noch nicht genügend Daten, um sagen zu können, ob der Impfstoff von AstraZeneca aus England und Schweden Ältere genügend schützt. Deshalb ist der Impfstoff in Deutschland bisher auch "nur" bei unter 65jährigen zugelassen worden.

Ausserdem ist nicht sicher, ob die Impfstoffe auch gegen die inzwischen aufgetretenen Virusmutanten wirken (der Biontech-Impfstoff scheint zumindest gegen die "britische" Mutante wirksam zu sein). 

Was aber mit grosser Sicherheit gesagt werden kann, ist die Tatsache, dass die oben genannten Impfstoffe zu annähernd 100% vor einer schweren Erkrankung schützen und die Übertragbarkeit bzw. Ansteckungsfähigkeit drastisch verringern. Dies scheint auch für die bisher bekannten Mutanten zu gelten und wird durch neueste Daten aus Israel bestätigt.