LUNGENÄRZTE

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Lungenfacharzt Leipzig - Dr. med. Jörg Winkler

Ist meine Lungenerkrankung als Corona-Risiko zu bewerten ?

Wegen fehlender Daten ist eine individuelle Einschätzung, wie sich Lungenerkrankungen auf eine Infektion oder auf den Verlauf einer Coronainfektion auswirken, aktuell noch schwierig.

Nach unserer vorläufigen Meinung sind nur Patienten mit chronischer Schädigung der Lunge und eingeschränkter Lungenfunktion durch ein erhöhtes Risiko belastet. Eine Pneumokokkenimpfung (alle 6 Jahre) ist besonders für diese Patienten und ab 60 Jahren primär empfohlen.

Patienten mit einem gut und stabil eingestelltem Asthma sind nach aktuellem Kenntnisstand keine besonderen Risikopatienten und sollten ihre bisherige ärztlich empfohlene Therapie ebenfalls konsequent weiterführen.

Wir haben mit zahlreichen Messungen bei verschiedenen Lungenerkrankungen keine negativen Folgen des Mund-Nasenschutzes auf die Sauerstoffversorgung und den Kohlendioxidgasaustausch beobachtet und halten diese Maßnahme für sinnvoll und notwendig.

Es kann ggf. aber zu einer unbewußten Mehratmung (Hyperventilation) kommen, die eine Atembeklemmung bzw. ein Druckgefühl vor dem Brustbein besonders bei körperlicher Ruhe verursachen kann. Dem kann durch Ausgleichssport und eine bewußte ruhige und flache Atemtechnik entgegengewirkt werden.

Eine vorbeugende ärztliche Bescheinigung für eine Arbeitsunfähigkeit allein wegen der Befüchtung von Ansteckungsrisiken auf Arbeit ist nicht möglich. Falls nötig, sollten Patienten hierzu vertrauensvoll mit Ihrem Arbeitgeber oder Betriebsarzt beraten bzw. im Fall von Erkrankungen auf Arbeit das zuständige Gesundheitsamt konsultieren.

Patienteninformationen zu Coronatestungen und Selbst-Abstrichentnahme