LUNGENÄRZTE

im Netz

In Zusammenarbeit mit:

Herausgeber:

Computertomografie (CT)

Foto: Krankenhaus Bethanien Moers

Die Computertomografie (CT) ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, die es ermöglicht, Schichtaufnahmen des Körpers zu erstellen. Der Körper wird im Querschnitt abgebildet, sozusagen „in Scheiben“ zerlegt. Diese sind in der Regel zehn Millimeter dick, ihre Größe ist aber variabel festlegbar.

Vorteile der Methode

Gegenüber einer konventionellen Röntgenuntersuchung hat die Computertomografie den Vorteil, dass eine überlagerungsfreie und naturgetreue Darstellung von Organen möglich ist. Die Organe werden quasi direkt sichtbar gemacht. Insbesondere zur Beurteilung von inneren Krankheiten (zum Beispiel  der Größe, Lokalisation und Ausbreitung von Tumoren), aber auch bei der Untersuchung von Verletzungen und zur genaueren Planung von Operationen ist die Computertomografie inzwischen unverzichtbar geworden. Ebenfalls genutzt wird die Computertomografie im Rahmen weiterer Untersuchungen, beispielsweise zur Kontrolle einer gezielten Entnahme von Gewebeproben aus Organen oder zur Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen (so genannte Punktion). Die Computertomografie hat sich bei der Erkennung einiger Erkrankungen zur Standarduntersuchung etabliert. Sie ist inzwischen beinahe überall verfügbar und schnell und einfach durchzuführen. Bei bestimmten Fragestellungen kann durch die Gabe von Kontrastmitteln die Aussagekraft erhöht werden.

Nachteile der Methode

Allerdings gehört die Computertomografie zu den kostspieligen Untersuchungsmethoden. Außerdem ist der Patient während dieser Art von Untersuchung einer deutlich höheren Strahlenbelastung ausgesetzt als bei einer herkömmlichen Röntgenuntersuchung. Aus diesem Grund gilt: Die CT sollte immer nur bei absoluter Notwendigkeit eingesetzt werden. Das heißt, nur wenn durch andere, weniger belastende Methoden wie Ultraschall oder konventionelle Röntgenaufnahmen , keine ausreichende Aussagekraft erzielt werden kann, ist eine CT vorzuziehen. Insgesamt ist die Gefahr eines gesundheitlichen Schadens durch eine CT aber als gering einzustufen.

Auch können die zum Zweck einer Computertomografie eingesetzten KontrastmittelKontrastmittel
Computertomografie (CT)
Eventuell ist vor einer CT-Untersuchung die Gabe eines jodhaltigen Kontrastmittels nötig. Dieses kann gezielt bestimmte Organe und Erkrankungen anfärben bzw. hervorheben.  Benachbarte Organe und krankhafte Veränderungen können so besser unterschieden werden. Das Kontrastmittel ist entweder über einen bestimmten Zeitraum zu trinken oder es wird in Form eines Einlaufs oder intravenös verabreicht.
Röntgen
Mit einem jodhaltigen Kontrastmittel lassen sich gezielt bestimmte Organe und Erkrankungen anfärben bzw. hervorheben. Benachbarte Organe und krankhafte Veränderungen können so besser unterschieden werden. Das Kontrastmittel ist entweder über einen bestimmten Zeitraum zu trinken oder es wird in Form eines Einlaufs oder intravenös verabreicht.
.
(CT) zu erheblichen Nebenwirkungen wie allergischen Reaktionen oder Kreislaufschock führen. Dies ist mit den modernen Kontrastmitteln zwar selten geworden. Leichtere Beschwerden wie Unwohlsein, Wärmegefühl oder Übelkeit sind jedoch häufig. Auch sollte der Arzt über eventuell bestehende Allergien oder Asthma bronchiale unbedingt informiert sein. Ebenso sollte eine vorbestehende Schilddrüsenerkrankung berücksichtigt werden, da durch jodhaltiges Kontrastmittel eine Überfunktion der Schilddrüse ausgelöst werden kann. Auch können Erkrankungen der Niere, der Leber, des Herz- und Kreislaufsystems, Stoffwechselkrankheiten oder andere vorbestehende Erkrankungen durch eine Kontrastmitteluntersuchung negativ beeinflusst werden. Eine Schwangerschaft sollte wie bei allen Röntgenuntersuchungen ausgeschlossen sein.

Durchführung

Für die Untersuchung muss der Patient zwischen 5 und 30 Minuten im Computertomografiegerät liegen. Während der Untersuchung sollte sich wegen der Röntgenstrahlung keine Person außer dem Patienten im Raum befinden. Die Verständigung mit dem Personal kann über eine Gegensprechanlage erfolgen. In das Gerät gelangt der Patient mittels einer auf Schienen befindlichen Liege. Das Röntgengerät fährt dann automatisch Schicht für Schicht den zu untersuchenden Bereich ab, bis der komplette Abschnitt geröntgt ist. Während der Untersuchung sollte der zu Untersuchende möglichst bewegungslos verharren, da ansonsten unscharfe Aufnahmen zu befürchten sind. Werden Lunge oder Oberbauch untersucht, ist es zudem zeitweise notwendig, auf Anweisung des Personals hin die Luft anzuhalten.

Die Röntgenröhre dreht sich während der Untersuchung kreisförmig um den Patienten. Ein Messsystem, das gegenüber der Röhre platziert ist, dreht sich zeitgleich mit und nimmt die durch die verschiedenen Körperstrukturen mehr oder weniger abgeschwächte Strahlung auf. Abgeschwächt wird die energiereiche Strahlung je nach Dichte des Gewebes. Gewebe mit hoher Dichte, beispielsweise Knochen, werden schlecht durchdrungen. Sie adsorbieren einen Teil der Strahlen, was deren Intensität abschwächt. Eine nur geringe Abschwächung erfahren die Strahlen in luftgefüllten Geweben, wie sie beispielsweise in Lunge und Darm vorkommen.

Nach einem schrittweisen Abtasten der zu untersuchenden Körperregion, lassen sich einzelne Organe komplett bildlich darstellen. Per Computer werden die einer Körperschicht entsprechenden Messwerte verrechnet. So wird ein lückenloses, flächiges (zweidimensionales) Bild erstellt, bei dem unterschiedliche Gewebedichten in verschiedenen Graustufen abgebildet werden. Krankhafte Veränderungen der Organe oder Tumoren werden so in ihrer Ausdehnung erkennbar.

Neuere Spiral-Computertomografen schieben den Patienten während der Untersuchung stetig und automatisch vorwärts, sodass eine schnellere Untersuchung von Körperabschnitten möglich wird. Dies ist insbesondere bei der Untersuchung bewegter Organe (Herz, Lunge) vorteilhaft. Für Patienten mit Platzangst sei hervorzuheben, dass die modernen Computertomografen nicht mehr aus einer Röhre oder einem Tunnel bestehen, in dem der Patient liegen muss. Die Geräte gleichen vielmehr einer Wand mit einem ausreichend großen Loch, durch das der Patient gefahren wird. So ist jeder Zeit freie Sicht nach außen gewährleistet.