Unser Leben wird bestimmt von einem ständigen Wechsel zwischen Wachsein und Schlafen. Dabei beträgt das Verhältnis der beiden unterschiedlichen Zustände etwa 2:1. Das heißt, dass der Mensch etwa ein Drittel seines Lebens im Schlaf verbringt. Noch um die Wende zum 20. Jahrhundert war über die Funktion des Schlafes wenig bekannt. Lange ging man davon aus, dass der Schlaf nutzlos vertane Zeit wäre. Erst in den letzten 40 Jahren wurde damit begonnen, den Schlaf genauer zu untersuchen. Man fand heraus, dass der Schlaf kein dem Tod ähnlicher Zustand, sondern ein notwendiger Bestandteil des Lebens ist.
Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Schlafbedürfnis. Einige kommen mit 6 Stunden nächtlichen Schlafs aus, andere fühlen sich nach 8 Stunden noch nicht ausgeschlafen (die Bandbreite beträgt 4-10 Stunden und mehr). In den Industrienationen liegt die durchschnittliche Schlafdauer bei 7 bis 8 Stunden. Ältere Menschen schlafen in der Regel kürzer, Junge länger. In Studien wurde herausgefunden, dass sowohl zu wenig, als auch zu viel Schlaf zu einer verkürzten Lebenserwartung führen kann.
Wer wissen will, ob er persönlich genügend bzw. das richtige Quantum an Schlaf bekommt, kann dies mit einem Selbsttest überprüfen: Im „grünen Bereich" befindet sich im Allgemeinen jeder, der tagsüber auch bei längerer Tätigkeit im Sitzen konzentriert arbeiten kann, ohne müde zu werden.
Es gibt eine Reihe von Faktoren, die den Schlaf beeinflussen. Dazu gehören Faktoren wie Krankheit, Stress oder psychisch bedingte Probleme. Zu den umweltbedingten Störfaktoren gehören Lärm, ungenügender Schlafkomfort, unregelmäßige Arbeitszeiten und hohe Reiseaktivität.