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17.05.2010

Zwei weitere Selbsthilfegruppen für Patienten mit COPD

Zwei weitere Selbsthilfegruppen gründet die Selbsthilfegruppe (SHG) LungenemphysemCOPD Deutschland im kommenden Juni in Pforzheim (BW) und in Cottbus (BB). Insgesamt gibt es dann deutschlandweit 50 Regionalgruppen, die ihre Mitglieder unterstützen, informieren und monatliche Treffen zum gegenseitigen Austausch veranstalten.

Ziel der Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland ist es, allen Betroffenen mit chronisch obstruktiver Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem (COPD) sowie anderen verengenden (obstruktiven) Erkrankungen der Atemwege eine Anlaufstelle zu bieten. Dies erscheint umso dringlicher, da Schätzungen davon ausgehen, dass alleine in Deutschland fünf Millionen Menschen von einer COPD betroffen sind. Derzeit stellt die COPD die vierthäufigste Todesursache dar. Prognosen zufolge wird sie in einigen Jahren allerdings bereits an dritter Stelle stehen.

Am Freitag, den 04. Juni wird die SHG Lungenemphysem – COPD Deutschland in Brandenburg eine weitere regional aktive Gruppe gründen: die SHG Brandenburg-Cottbus . Zwei Wochen später am Samstag, den 19. Juni wird in Baden Württemberg die SHG Nordschwarzwald-Pforzheim eingeweiht. „Insgesamt sind wir dann mit 50 aktiven SHG in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen und Thüringen vertreten, ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, betont Jens Lingemann, der als Selbstbetroffener im November 2001 das Projekt gegründet hatte. „Langfristig ist geplant, zusammen mit dem Kooperationspartner Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V., ein flächendeckendes und gut funktionierendes Netzwerk in allen Bundesländern aufzubauen. Mittlerweile erreichen wir über unsere Organisation mehr als 9100 Erkrankte und Angehörige und es kommen täglich neue hinzu. Auf unser Mailingliste im Internet sind zur Zeit mehr als 2100 Teilnehmer angemeldet, die größtenteils aus Deutschland, aber auch aus Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Irland, Kanada, Luxemburg, Mexiko, Niederlande, Österreich, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei und den USA stammen.“

Die regionalen Selbsthilfegruppen und die internationale Mailingliste wollen allen Betroffenen – ob sie nun unter COPD, Lungenemphysem, Alpha-1-Antitrypsinmangel, Bronchiektasen oder/und Asthma bronchiale leiden oder sich einer Sauerstoff-Langzeit-Therapie unterziehen müssen - die Möglichkeit bieten, den Wissensstand um ihre Erkrankung und die damit verbundenen Therapien zu verbessern. „Wir wollen sowohl über die regionalen Selbsthilfegruppen als auch über Informationen und Dialoge im Internet Erfahrungen austauschen und Tipps weitergeben, um über Operationsverfahren - wie zum Beispiel Lungentransplantation (LTX), Lungenvolumenreduktion (LVR) oder Bullektomie - und über gerätetechnische Innovationen aufzuklären, sowie Neuigkeiten aus der medizinischen Forschung und die zugehörigen wissenschaftlichen Studienergebnisse darzustellen“, erklärt Lingemann. „Darüber hinaus wollen wir Kontakte herstellen zu Ärzten aus Klinik und Praxis sowie zu Physiotherapeuten, Rehakliniken, Transplantationszentren und anderen Selbsthilfevereinigungen und natürlich zwischen den Betroffenen untereinander. Mit diesen Maßnahmen möchten wir Patienten helfen, aber auch deren Angehörigen, die ihre erkrankten Familienmitglieder unterstützend begleiten oder pflegen.“

Die Gründungveranstaltung in Cottbus findet statt am 19.06.2010 um 17:00 Uhr im
Soziokulturellen Zentrum - Sachsendorf-Madlow
Zielona-Gora-Strasse 16
03048 Cottbus
Alle weiteren Treffen: jeweils am 1. Freitag eines Monats um 17:00 Uhr

Die Gründungveranstaltung in Pforzheim findet statt am 31.10.2009 um 15:00 Uhr im
Krankenhaus Siloah
Wilferdinger Straße 67
75179 Pforzheim
Alle weiteren Treffen: jeweils am 3. Samstag eines Monats um 15:00 Uhr

Weitere Info erhalten Sie auf www.lungenemphysem-copd.de