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19.11.2014

Winterspaziergänge für Asthmatiker wichtig

Patienten mit Asthma erleiden bis zu 25 Prozent häufiger Asthmaanfälle, wenn sie zu niedrige Vitamin DVitamin D
Vitamin D ist die Vorstufe (Provitamin) für eine Reihe von Hormonen, die den Kalziumhaushalt wesentlich mitbestimmen. Der menschliche Körper kann dieses Provitamin selbst aus Cholesterin herstellen. Voraussetzung dafür ist aber eine ausreichende Bestrahlung der Haut mit Sonnenlicht (UV-Licht). Ist diese nicht gegeben, muss Vitamin D über die Nahrung bzw. ergänzende Präparate aufgenommen werden.
Vitamin D3 = Calcitrol – d.h. diejenige Vitamin D-Form, die der Körper direkt nutzen kann. 
 
-Spiegel aufweisen. Die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung (DLS) raten Asthmatikern daher zu täglichen Spaziergängen und einer Vitamin D-reichen Ernährung im Winterhalbjahr.

Asthmatiker mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel erleiden bis zu 25 Prozent häufiger Asthmaanfälle als Patienten mit normalem Vitamin-D-Spiegel. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie der Universität in Tel Aviv mit vier Millionen Teilnehmern im Alter zwischen 22-50 Jahren, unter denen 21.237 Personen an diagnostiziertem Asthma litten (siehe Allergy & Clinical Immunology, Online-Vorabveröffentlichung am 3.10.14). Die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung (DLS) raten Asthmatikern, die trotz medikamentöser Behandlung noch unter asthmatischen Beschwerden leiden, auch auf eine gute Versorgung mit Vitamin D zu achten und gegebenenfalls ihre Vitamin-D-Spiegel vom Arzt überprüfen zu lassen. „Um den Vitamin-D-Speicher aufzufüllen, sollte man sich täglich mindestens eine halbe Stunde im Tageslicht aufhalten“, empfiehlt Prof. Harald Morr, Vorstandsvorsitzender der DLS. „Denn nur mit Hilfe der UV-Strahlung des Sonnenlichtes kann die Haut selbst Vitamin D3 erzeugen. Gerade in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit sind daher tägliche Spaziergänge an der frischen Luft - am besten in der Mittagszeit - ratsam.“

Bei der Ernährung reiche Vitamin-D-Quellen bevorzugen

Gute Vitamin-D-Lieferanten in der Nahrung sind fetter Seefisch (z.B. Tunfisch und Hering) und Lebertran. Auch Rinderleber, Eigelb und Milchprodukte enthalten Vitamin D. „Allerdings ist der Vitamin-D-Gehalt der Milch von der Jahreszeit abhängig und im Sommer etwa um das Zehnfache höher als im Winter“, erklärt Prof. Morr. Wer möchte, könne aber im Winterhalbjahr auf eigens aufbewahrte H-Milch aus dem Sommer zurückgreifen – Erhitzen und längeres Lagern macht dem Vitamin D nämlich nicht viel aus. Für Vegetarier existieren generell weitaus weniger Vitamin-D-Quellen, wenn auch manche pflanzlichen Nahrungsmittel - z.B. Avocados und Pilze – geringe Mengen an Vitamin D enthalten. „Sollte ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel vorliegen, der sich auch mit den genannten Maßnahmen nicht beheben lässt, wird der behandelnde Arzt eine Vitamin-D-Supplementation z.B. in Form eines Nahrungsergänzungsmittels in Erwägung ziehen“, betont Prof. Morr.

Quelle: äin-red

Dies ist eine Pressemeldung der Deutschen Lungenstiftung (DLS). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.lungenaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des Patienteninformationsportals der Lungenärzte-im-Netz verlinken.