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10.11.2011

Was hilft gegen Seitenstechen?

Seitenstiche treten umso seltener auf, je trainierter jemand ist. Sie können grundsätzlich aber jeden Sportler treffen. Da Seitenstechen lästig und unangenehm sein kann, sollte man beim Training – wie z.B. beim Joggen - ein paar Tipps beherzigen, die Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln gibt.

Je trainierter jemand ist, desto seltener bekommt er Seitenstiche. Trotzdem können Seitenstiche jeden Sportler treffen. Bis heute wisse die Wissenschaft nicht hundertprozentig, wie Seitenstiche entstehen, sagt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Man gehe aber davon aus, dass die Ursache im Zwerchfell liege – also dem Muskel, der die Atembewegungen unterstützt. Offenbar wird das Zwerchfell in Mitleidenschaft gezogen, wenn man unruhig atmet, gestresst oder einer plötzlichen Belastung ausgesetzt ist. „Die das Zwerchfell fixierenden Bänder verkrampfen sich, und das ist dann der Seitenstich“, erklärt Froböse.

Vermeiden lassen sich Seitenstiche durch Ruhe bzw. weniger Belastung - indem man gleichmäßig, rhythmisch und tief atmet, und das bewusst in den Bauch. Gespräche während des Sports sollte man daher am besten unterlassen. Treten dennoch Seitenstiche auf, sollten Sportler weiter tief und bewusst atmen sowie die Körperseiten dehnen. Dabei hilft die so genannte Flankendehnung: stehenbleiben, den Körper leicht nach rechts lehnen, dabei den linken Arm gestreckt über dem Kopf halten. In die linke Flanke atmen. Diese Stellung kurz halten. Danach die Seite wechseln. Wenn danach trotzdem immer wieder Seitenstechen auftritt bzw. weiter anhält, sollten Sportler die Belastung reduzieren - beispielsweise gehen statt laufen.

Quelle: dpa