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22.01.2007

Was hilft gegen das Restless-Leg-Syndrom?

Mit chronisch unruhigen Beinen ist an ruhigen Schlaf meist nicht zu denken. Sollten herkömmliche Maßnahmen wie Laufen, Massieren oder kalt Duschen nichts mehr helfen, stehen auch bestimmte Medikamente zur Verfügung.

Schätzungen zufolge leiden bis zu acht Millionen Menschen in Deutschland unter chronisch unruhigen Beinen - dem so genannten Restless-Leg-Syndrom (RLS), das bei den Betroffenen insbesondere abends zu starkem Kribbeln in den Beinen führt, Schlafstörungen verursacht und die Lebensqualität der Betroffenen zum Teil erheblich beeinträchtigt. Gegen RLS gibt es eine Reihe von Abhilfestrategien – wie zum Beispiel Laufen, Beine Massieren oder kalt Duschen. Allerdings hat etwa ein Drittel der Patienten so starke Beschwerden, dass eine medikamentöse Therapie notwendig wird, erläutert Privatdozentin Karin Stiasny-Kolster aus Marburg. „Die meisten von ihnen sprechen auf eine Behandlung mit niedrig dosiertem L-Dopa oder Dopamin-Agonisten sehr gut an. Dennoch sollten diese Medikamente sparsam eingesetzt werden. Eine dopaminerge Überstimulation kann nämlich zu Wirkverlusten oder Symptom-Verlagerung führen“, warnt die Neurologin. Daher empfiehlt sie eine solche Therapie nur Patienten mit mäßig schwerem und schwerem RLS, deren Lebensqualität erheblich beeinträchtigt ist.

Grundsätzlich sei es objektiv schwer zu beurteilen, wie belastend ein RLS ist. Jahrelange, vergebliche Therapieversuche mit physikalischen Maßnahmen seien frustrierend und gingen zu Lasten der Lebensqualität. „Aber mit den genannten Medikamenten bessern sich nicht nur die Bein-Beschwerden, sondern es geht auch mit der Lebensqualität wieder aufwärts", erklärt Stiasny-Kolster. Für eine Dauertherapie seien dabei besonders die Dopamin-Agonisten geeignet. Zwar sei es dabei auch möglich, eine längere Einnahmepause einzulegen. Dann würden die RLS-Beschwerden allerdings meist schnell wieder zurückkehren.

Quelle: www.aerztezeitung.de