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30.09.2009

Symposium Lunge 2009

Hilfe zur Selbsthilfe Geben ist auch in diesem Jahr das wesentliche Ziel des Symposiums Lunge, das am Samstag, den 3. Oktober 2009 von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr in Hattingen stattfinden wird. In zehn Vorträgen für Patienten und Interessierte werden insbesondere die entscheidenden Therapiesäulen bei der Behandlung von COPD im Vordergrund stehen.

Die chronisch obstruktive, d.h. die Atemwege einengende Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem – im Englischen „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ (COPD) genannt – ist auch in Deutschland eine Volkskrankheit. Allerdings ist das Wissen über diese Erkrankung (Ursachen, Verlauf, Diagnose und Behandlung) sowohl bei den Patienten als auch bei den künftig eventuell Betroffenen nicht sehr groß. Dies gilt zum Teil auch für die Träger der ärztlichen Versorgung und die Kostenträger im Gesundheitswesen. Hier tut Aufklärung also Not, daher wird im Herbst 2009 wieder ein Symposium speziell zur Information über die Lungenerkrankung COPD stattfinden.

Wie gewohnt seit 2007 wird das Symposium Lunge von Patienten für Patienten veranstaltet bzw. genauer gesagt von drei Selbsthilfe-Organisationen gemeinsam durchgeführt, die Experten für Patientenfragen zur COPD sind. So unterhalten die „COPD – Deutschland e.V.“, „Selbsthilfegruppe Lungenemphysem COPD Deutschland“ und „Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.“ derzeit mehr als 70 lokale und regionale Selbsthilfegruppen, in denen ein regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch stattfindet.

Dieses Jahr findet das Symposium am Samstag, den 3. Oktober 2009 von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Westfälischen Industriemuseum (Henrichshütte - Gebläsehalle -Werksstraße 31-33) in Hattingen/Ruhr statt. Rund 1.700 Besucher des Symposiums 2008, die im letzten Jahr aus dem gesamten Bundesgebiet nach Hattingen gekommen waren, sprechen nicht nur für die Notwendigkeit, das Symposium Lunge alljährlich fortzuführen, sondern auch für den Erfolg der bisherigen Veranstaltungen zum Thema „Volkskrankheit COPD“.

Im Mittelpunkt des Symposiums Lunge 2009 - dessen Titel dieses Jahr „COPD und Lungenemphysem: Welches sind die entscheidenden Therapiesäulen? Von der Prophylaxe bis zur operativen Behandlung.“ Lautet - stehen die entscheidenden Therapiesäulen, angefangen von der Vorbeugung (Prophylaxe) und den möglichen Ursachen bis zur medikamentösen Behandlung (einschließlich Langzeit-Sauerstofftherapie), zu operativen Maßnahmen und zum Lungensport. Und zwar sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich (Praxen und Kliniken). „Hier bestehen in Deutschland noch erhebliche Versorgungsmängel bei der Betreuung der Patienten mit COPD“, betont Jens Lingemann, Initiator und Organisator des mittlerweile dritten Symposiums Lunge.

Hilfe zur Selbsthilfe Geben ist das wesentliche Ziel, auch des Symposiums Lunge 2009. Zu folgenden Themen werden Vorträge von namhaften Lungenfachärzten aus Kliniken und Praxen sowie Vertretern der Patientenorganisationen gehalten:

  • Die Krankheitsbilder COPD und Lungenemphysem: Gemeinsamkeiten und Unterschiede (Prof. Dr. med. Helmut Teschler)
  • Hauptursache von COPD und Emphysem ist das Rauchen. Nichtraucherprävention und Tabakentwöhnung bei COPD (Dr. med. Thomas Hering)
  • Alpha-1-Antitrypsinmangel als mögliche Ursache des Emphysems (Prof. Dr. med. Claus Franz Vogelmeier)
  • Der COPD/Emphysem-Patient in der ambulanten pneumologischen Praxis (Norbert K. Mülleneisen)
  • Der COPD/Emphysem-Patient in fachstationärer Behandlung (Prof. Dr. med. Kurt Rasche)
  • Notwendigkeit der Verordnung der Sauerstoff-Langzeittherapie und Umsetzung der Therapie durch den Patienten (Prof. Dr. med. Susanne Lang)
  • Die nichtinvasive Beatmung: Welche Patienten profitieren davon? (Prof. Dr. med. Dieter Köhler)
  • Bronchoskopische Lungenvolumenreduktion bei verschiedenen Formen des Lungenemphysems (Prof. Dr. med. Helgo Magnussen)
  • LVR vor LTX? Lungentransplantation ultima ratio? (Prof. Dr. med. Georgios Stamatis)
  • Lungensport bei schwerer COPD: Welche Möglichkeiten gibt es? (Prof. Dr. med. Heinrich Worth)

Zwei Workshops zum Erfahrungsaustausch für Angehörige von (schwer kranken) COPD- und Lungenemphysem-Patienten werden ebenfalls im Rahmen der Veranstaltung angeboten. In einem davon geht es um das Thema: „Ratschläge zur Bewältigung der Alltagsprobleme eines COPD-Patienten“, im anderen soll „Der psychologische Umgang mit einem COPD-Patienten“ referiert und diskutiert werden.

Die Besucher des Symposiums haben außerdem die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Ausstellung umfassend über gerätetechnische Innovationen zu informieren, insbesondere über Sauerstoffversorgung, nichtinvasive Beatmung sowie über Atemtrainingsgeräte. Es stellen sich außerdem einige Rehabilitationskliniken vor. Zudem wird interessierten Besuchern die Möglichkeit geboten, einen umfassenden Gesundheitscheck machen zu lassen – und zwar kostenlos! Tagesaktuelle Veranstaltungsinformationen können sie abrufen unter: www.lungenemphysem-copd.de/pages/oeffentlich/pages/symposien-uebersicht/symposien-uebersicht.php

Hintergrund-Info zur COPD:

Die COPD tritt sowohl bei Männern – meist im Alter von 45 bis 60 Jahren, aber auch bei Frauen – evtl. sogar schon in einem jüngeren Lebensalter als bei Männern - auf. Die Anzahl der Betroffenen wird auf 4 bis 7 % der Bevölkerung geschätzt - also rund 4 bis 5 Millionen Bundesbürger. Als Hauptursache für die COPD gilt das Rauchen. Neuere Studien zeigen aber, dass auch Nichtraucher betroffen sein können. Neben Tabakrauch gelten auch eine genetische Veranlagung, Störungen des Lungenwachstums, berufsbedingte Belastungen durch Stäube, die allgemeine Luftverschmutzung sowie häufige Atemwegsinfektionen in der Kindheit als mögliche auslösende Risikofaktoren für eine Erkrankung.

Weder COPD noch Lungenemphysem können geheilt werden. Sobald die Diagnose feststeht, muss mit einer auf das jeweilige Stadium der Krankheit abgestellten medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapie begonnen werden. Ziel der Behandlung ist eine Linderung der Krankheitssymptome (Auswurf, Husten, Atemnot), wobei man auch versucht, das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern oder zumindest abzubremsen. Ein Verzicht auf das inhalative Rauchen ist zwingend erforderlich. Je nach dem Ausmaß eines Lungenemphysems kann Atemnot auch schon bei leichter körperlicher Belastung oder sogar in Ruhe auftreten. Häufig hilft dann nur noch eine Langzeit-Sauerstofftherapie.

Die Behandlung einer COPD oder eines Lungenemphysems kann auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn es zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient kommt. Der Patient muss aber auch selbst bereit sein, eine Mitverantwortung für den Erfolg seiner Behandlung zu übernehmen. Voraussetzung dafür ist eine gute Information des Patienten über seine Erkrankung und den Umgang mit ihr.

Anfragen bezüglich des Symposiums Lunge 2009 richten Sie bitte an die Organisationsleitung:
Koordinationsstelle der Selbsthilfegruppen Lungenemphysem-COPD Deutschland
Jens Lingemann
Lindstockstraße 30
45527 Hattingen
Telefon: 02324 - 999 959
symposium-org@lungenemphysem-copd.de