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14.09.2009

Selbsthilfegruppe für COPD-Patienten expandiert

Die Selbsthilfegruppe LungenemphysemCOPD Deutschland gründet am 17.09.2009 im Wald-Klinikum Gera ihre erste Selbsthilfegruppe in Thüringen. Insgesamt gibt es dann deutschlandweit 43 Regionalgruppen, die ihre Mitglieder unterstützen, informieren und monatliche Treffen zum gegenseitigen Austausch veranstalten.

Zielsetzung der Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland ist es, für alle Betroffenen mit Lungenemphysem und der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sowie anderen obstruktiven Erkrankungen der Atemwege eine Anlaufstelle zu sein. Dies erscheint umso dringender, da Schätzungen davon ausgehen, dass alleine in Deutschland fünf Millionen Menschen von einer COPD betroffen sind. Derzeit stellt die COPD die vierthäufigste Todesursache dar. Prognosen zufolge wird sie allerdings in einigen Jahren bereits an dritter Stelle stehen.

Am Donnerstag, 17. September 2009, wird die Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland im Wald Klinikum Gera mit Unterstützung von Frau Prof. Dr. med. Susanne Lang eine weitere regional aktive Selbsthilfegruppe (SHG) gründen. „Mit der SHG Thüringen-Gera entsteht unsere erste regional aktive Gruppe in Thüringen“, berichtet Jens Lingemann, der als Selbstbetroffener im November 2001 das Projekt gegründet hatte. „Es ist uns sehr wichtig auch in den östlichen Bundesländern aktiv zu werden. Neben Potsdam/Brandenburg und Hohenstein-Ernstthal/Sachsen ist die Gründung in Gera ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Insgesamt sind wir jetzt mit 43 aktiven SHG in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen und Thüringen vertreten. Langfristig ist geplant, zusammen mit dem Kooperationspartner Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V., ein flächendeckendes und gut funktionierendes Netzwerk in allen Bundesländern aufzubauen. Mittlerweile erreichen wir über unsere Organisation mehr als 7600 Erkrankte und Angehörige und es kommen täglich neue hinzu. Auf unser Mailingliste im Internet sind zur Zeit mehr als 1750 Teilnehmer angemeldet, die größtenteils aus Deutschland, aber auch aus Belgien, England, Frankreich, Irland, Kanada, Luxemburg, Mexiko, Niederlande, Österreich, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei und den USA stammen.“

Die regionalen Selbsthilfegruppen und die internationale Mailingliste wollen allen Betroffenen – ob sie nun unter COPD, Lungenemphysem, Alpha-1-Antitrypsin-Mangel Bronchiektasen oder/und Asthma bronchiale leiden oder sich einer Sauerstoff-Langzeit-Therapie unterziehen müssen - die Möglichkeit bieten, den Wissensstand um ihre Erkrankung und die damit verbundenen Therapien zu verbessern. „Wir wollen sowohl über die regionalen Selbsthilfegruppen als auch über Informationen und Dialoge im Internet Erfahrungen austauschen und Tipps weitergeben, um über Operationsverfahren - wie zum Beispiel Lungentransplantation (LTX), Lungenvolumenreduktion (LVR) oder Bullektomie - und über gerätetechnische Innovationen aufzuklären, sowie Neuigkeiten aus der medizinischen Forschung und die zugehörigen wissenschaftlichen Studienergebnisse darzustellen“, erklärt Lingemann. „Darüber hinaus wollen wir Kontakte herstellen zu Ärzten aus Klinik und Praxis sowie zu Physiotherapeuten, Rehakliniken, Transplantationszentren und anderen Selbsthilfevereinigungen und natürlich zwischen den Betroffenen untereinander. Mit diesen Maßnahmen möchten wir Patienten, aber auch Angehörigen helfen, die ihre erkrankten Familienmitglieder unterstützend begleiten oder pflegen.“

Die Treffen der SHG Thüringen-Gera finden jeweils am 3. Donnerstag eines Monats statt. Die Gründungveranstaltung am 17.09.2009 beginnt um 15:30 Uhr im
SRH Wald-Klinikum Gera
(Multifunktionsraum im Eingangsbereich, Standort I)
Strasse des Friedens 122
07548 Gera

Weitere Info erhalten Sie auf www.lungenemphysem-copd.de