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04.08.2008

Selbsthilfegruppe expandiert

Am kommenden Samstag wird in Rheinland-Pfalz eine weitere regional aktive Gruppe der Selbsthilfegruppe Lungenemphysem - COPD gegründet. Insgesamt gibt es dann deutschlandweit 42 Regionalgruppen, die ihre Mitglieder unterstützen, informieren und monatliche Treffen zum gegenseitigen Austausch veranstalten.

Zielsetzung der Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland ist es, für alle Betroffenen mit Lungenemphysem und COPD (chronisch obstruktiver Lungenerkrankung) sowie anderen obstruktiven Erkrankungen der Atemwege eine Anlaufstelle zu sein. Dies erscheint umso dringender, da Schätzungen davon ausgehen, dass alleine in Deutschland fünf Millionen Menschen von einer COPD betroffen sind. Derzeit stellt die COPD die vierthäufigste Todesursache dar. Prognosen zufolge wird sie allerdings in einigen Jahren bereits an dritter Stelle stehen.

Am Samstag, 9. August 2008, wird die Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland in Pirmasens eine weitere regional aktive Selbsthilfegruppe (SHG) gründen. Mit der SHG Pirmasens gibt es dann zusätzlich zu Kaiserslautern und Neuwied einen dritten Standort der SHG Deutschland in Rheinland-Pfalz. Vor kurzem wurde übrigens auch eine erste regional aktive SHG im Bundesland Sachsen gegründet. „Es ist uns sehr wichtig auch in den östlichen Bundesländern aktiv zu werden. Neben Potsdam ist die neu gegründete Gruppe in Hohenstein-Ernstthal bei Chemnitz ein weiterer Schritt in die richtige Richtung“, betont Jens Lingemann, der als Selbstbetroffener im November 2001 das Projekt gegründet hatte. „Insgesamt sind wir jetzt mit 42 aktiven SHG in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Sachsen vertreten. Langfristig ist geplant, zusammen mit dem Kooperationspartner Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V., ein flächendeckendes und gut funktionierendes Netzwerk in allen Bundesländern aufzubauen. Mittlerweile erreichen wir über unsere Organisation rund 6500 Erkrankte und Angehörige und es kommen täglich neue hinzu. Auf unser Mailingliste im Internet sind zur Zeit mehr als 1500 Teilnehmer angemeldet, die größtenteils aus Deutschland, aber auch aus Belgien, England, Frankreich, Irland, Kanada, Luxemburg, Mexiko, Niederlande, Österreich, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei und den USA stammen.“

Die regionalen Selbsthilfegruppen und die internationale Mailingliste wollen allen Betroffenen – ob sie nun unter COPD, Lungenemphysem, Alpha-1-Antitrypsin-Mangel , Bronchiektasen oder/und Asthma Asthma bronchiale leiden oder sich einer Sauerstoff-Langzeit-Therapie unterziehen müssen - die Möglichkeit bieten, den Wissensstand um ihre Erkrankung und die damit verbundenen Therapien zu verbessern. „Wir wollen sowohl über die regionalen Selbsthilfegruppen als auch über Informationen und Dialoge im Internet Erfahrungen austauschen und Tipps weitergeben, um über Operationsverfahren - wie zum Beispiel Lungentransplantation (LTX), Lungenvolumenreduktion (LVR) oder Bullektomie - und über gerätetechnische Innovationen aufzuklären, sowie Neuigkeiten aus der medizinischen Forschung und die zugehörigen wissenschaftlichen Studienergebnisse darzustellen“, erklärt Lingemann. „Darüber hinaus wollen wir Kontakte herstellen zu Ärzten aus Klinik und Praxis sowie zu Physiotherapeuten, Rehakliniken, Transplantationszentren und anderen Selbsthilfevereinigungen und natürlich zwischen den Betroffenen untereinander. Mit diesen Maßnahmen möchten wir Patienten, aber auch Angehörigen helfen, die ihre erkrankten Familienmitglieder unterstützend begleiten oder pflegen.“ Weitere Info erhalten Sie auf www.lungenemphysem-copd.de.