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07.01.2013

Selbsthilfe-Netzwerk für Patienten mit COPD expandiert

Die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland baut das Netzwerk ihrer regionalen Selbsthilfegruppen für Patienten mit COPD (chronisch-obstruktive Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem) weiter aus: Am Montag, den 21. Januar 2013 um 15.30 Uhr, wird sie in Berlin im Bezirk Treptow-Köpenick eine weitere regional aktive Selbsthilfegruppe (SHG) gründen.

Mit der Gründung der regionalen Selbsthilfegruppe SHG Berlin-Treptow Köpenick etabliert die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland nun ihre siebte Gruppe in Berlin. Insgesamt erhöht sich die Zahl der zur Organisation gehörenden Selbsthilfegruppen deutschlandweit somit auf 57. Die regional aktiven SHG führen monatliche Treffen für Betroffene, Angehörige und Interessierte durch. Im Rahmen dieser Treffen werden sowohl Fachvorträge als auch Gesprächsrunden angeboten. Darüber hinaus bietet die Patientenorganisation umfangreiches Informationsmaterial, Fachzeitschriften und eine große Anzahl Patientenratgeber an, die Besucher kostenlos mitnehmen können.

Frei durchatmen ist für viele Menschen leider nur ein Traum

Lungenerkrankungen wie die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland (chronisch-obstruktive Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem) - im Volksmund oft auch als Bläh- oder Raucherlunge bezeichnet - sind global auf dem Vormarsch. Allein in Deutschland sind derzeit rund 6,8 Millionen, in Österreich ca. 1 Million und in der Schweiz mehr als 400.000 Menschen an COPD erkrankt. Dabei steigt die Zahl der Erkrankten von Tag zu Tag weiter an. Man spricht bereits heute von einer der am meisten unterschätzten Volkskrankheiten. Ungefähr 8000 der betroffenen Emphysem-Erkrankten in Deutschland weisen einen angeborenen, schweren Mangel (am Proteinase-Inhibitor Alpha 1 Antitrypsin) auf. Derzeit stellt COPD die vierthäufigste Todesursache weltweit dar. Bereits für das Jahr 2020 wird allerdings erwartet, dass diese Lungenerkrankung die dritthäufigste medizinische Todesursache sein wird, gleich hinter SchlaganfallSchlaganfall
Schlaganfälle ereignen sich gehäuft während des Blutdrucktiefs gegen 3 Uhr nachts (midnight stroke) oder während des zweiten Blutdrucktiefs am Nachmittag. Die Krankheitsanzeichen setzen meist plötzlich ein und hängen vom Ort des Infarktes ab. Erste Anzeichen können heftige Kopfschmerzen, ausgeprägte Bewusstseinstrübung bis hin zu Bewusstlosigkeit sein. Es entwickelt sich eine meist im Arm- und Gesichtsbereich betonte einseitige Lähmung. Zunächst ist die gelähmte Seite erschlafft (im Gesicht z.B. als hängender Mundwinkel und Aufblähung der Wange auf der gelähmten Seite beim Ausatmen = "Tabakblasen"), später können auch unkontrollierte Zuckungen hinzu kommen. Eine Hirndurchblutungsstörung ist entweder Folge eines thrombotischen oder embolischen Gefäßverschlusses (ischämischer Hirninfarkt) oder eines spontanen Gefäßrisses mit nachfolgender Einblutung (hämorraghischer Hirninfarkt).
Ischämischer Schlaganfall: Hirninfarkt, der durch eine Blutstauung aufgrund verstopfter Gefäße verursacht wird und deshalb zu einer Unterversorgung der Hirnzellen mit Sauerstoff führt. Ein ischämischer Hirninfarkt auf Grund von Minderdurchblutung eines Endarterienareals bei plötzlichem Gefäßverschluss der Arterie ist mit 80-85% die häufigste Ursache eines Schlaganfalls. 
Hämorraghischer Schlaganfall: Verkalkte Blutgefäße im Gehirn brechen auf, was zu Gehirnblutungen führt. Dabei wird die Blutzufuhr und damit Sauerstoffversorgung der betroffenen Gehirnzellen unterbrochen bzw. abgebrochen und sie sterben ab.
 
 
und Herzerkrankungen. Ursache dafür ist u.a. auch das immer geringere Einstiegsalter beim Rauchen.

Kontaktdaten der neuen SHG in Berlin-Treptow Köpenick

Am Montag, den 21. Januar 2013 um 15.30 Uhr, wird die Patientenorganisation Lungenemphysem–COPD Deutschland in Berlin im Bezirk Treptow-Köpenick eine weitere regional aktive Selbsthilfegruppe (SHG) gründen. Regelmäßige Treffen werden im Jahr 2013 monatlich stattfinden, und zwar jeweils am 3. Montag um 15.30 Uhr im Selbsthilfezentrum Treptow-Köpenick, Genossenschaftsstraße 70/Ecke Dörpfeldstr.42, in 12489 Berlin.

Ansprechpartner der neuen SHG in Berlin Treptow-Köpenick sind:

„Mit 3,5 Millionen Einwohnern ist Berlin die mit Abstand größte Stadt in Deutschland. Da nach offiziellen Schätzungen ca. 8% der Bevölkerung an COPD erkrankt ist, kann man davon ausgehen, dass es circa 280.000 COPD Erkrankte in Berlin geben wird. Der Bedarf an Aufklärung und entsprechende Hilfsangebote dürfte also sehr groß sein. Auch das war ein Grund für uns mit der SHG Treptow-Köpenick einen weiteren Standort der Patientenorganisation in Berlin einzurichten. Unser langfristiges Ziel ist es, ein flächendeckendes und gut funktionierendes Netzwerk von SHG für unsere Erkrankungen in allen Bundesländern aufzubauen“ betont Jens Lingemann, der als Selbstbetroffener im November 2001 das Projekt gegründet hatte. „Zusätzlich zu den 57 regional aktiven SHG bieten wir Betroffenen und deren Angehörigen sowie allen anderen Interessierten verschiedenste Kommunikationsmedien und Hilfsangebote zur Information und zum Erfahrungsaustausch an. Neben vielen Foren betreiben wir seit 2001 eine deutschsprachige Mailingliste zum Thema COPD-Lungenemphysem auf der zur Zeit mehr als 2600 Teilnehmer angemeldet sind, die größtenteils in Deutschland, aber auch in Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Irland, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Russland, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, USA, Es Salvador, Thailand und auf den Fidschi Inseln leben. Außerdem geben wir drei bis viermal im Monat einen medizinischen Newsletter heraus, der per Mail an über 3000 Abonnenten versendet wird. Mit 180 telefonischen Ansprechpartnern bieten wir auch all den Betroffenen, die sich mit dem Internet nicht anfreunden können, eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und Kommunikation. Vorrangige Zielsetzung der Patientenorganisation ist es, für alle Betroffenen und deren Angehörigen Unterstützung und Hilfestellung anzubieten. Im Fokus stehen die Themenbereiche COPD, Lungenemphysem, Alpha-1-Antitrypsinmangel, Lungenfibrose und Bronchiektasen sowie die Therapieformen Langzeit- Sauerstofftherapie bzw. die Nicht-invasive Beatmung Außerdem sämtliche Operationsverfahren - wie z.B. Lungentransplantation, bronchoskopische Lungenvolumenreduktionsverfahren sowie gerätetechnische Innovationen und Neuigkeiten aus der medizinischen Forschung“, erklärt Lingemann.

Quelle: Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland