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07.07.2010

Schmuggelzigaretten oft schwer mit Giften belastet

Wie das Zollkriminalamt (ZKA) in Köln berichtet, sind geschmuggelte Zigaretten oft mit Giften wie Blei, Arsen und Cadmium belastet. Aber z.B. auch Plastikanteile, geschredderte CD-Reste, Milbenkot und Pestizide wurden schon entdeckt.

Viele gefälschte Zigaretten enthalten Gifte wie Blei, Cadmium und Arsen. Das berichtete der Sprecher des Zollkriminalamtes (ZKA) in Köln kürzlich im Bielefelder Westfalenblatt. Manche heiße Ware würde sogar in Gefahrengutladungen, beispielsweise in giftigem Titanschlamm, befördert. Außerdem seien in Schmuggelzigaretten bei Untersuchungen lebende und tote Futtermilben, Plastikanteile, geschredderte CD-Reste, Milbenkot, Pestizide und Schimmelpilzspuren entdeckt worden. Hinzu kämen im Vergleich zu normalen Zigaretten 60 Prozent mehr Teer, 80 Prozent mehr NikotinNikotin
Mehrere Gründe sprechen dafür, dass die abhängigkeitserzeugende Substanz in Zigaretten das Nikotin ist:
  * Nikotin dringt ins zentrale Nervensystem (ZNS) ein und ist psychoaktiv.
  * Die physiologischen Effekte von Rauchen und gespritztem Nikotin sind identisch.
  * Nikotin funktioniert als „positiver Verstärker". Menschen (und auch Tiere) fügen sich in Experimenten eigenständig Nikotin zu.
  * Das Ablassen vom Suchtstoff (Tabak-Abstinenz) fällt leichter, wenn Nikotin medikamentös zugeführt (substituiert, also ersetzt) wird.
  * Raucher neigen dazu, ihr Rauchverhalten an die verschiedenen Nikotingehalte von Tabakerzeugnissen anzupassen
und 130 Prozent mehr Kohlenmonoxid.

Der gesamte Anteil der illegal verkauften Zigaretten soll dem Bericht zufolge in Deutschland 20 Prozent betragen. Die Schmuggelzigarette „Jin Ling“ stehe z.B. bereits auf Platz 8 der in Deutschland meistgerauchten Zigaretten. Nach Angaben des ZKA werden jährlich 300 bis 400 Millionen Schmuggelzigaretten beschlagnahmt.