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09.06.2021

Sänger coachen genesene COVID-19-Patienten mit Atemnot

Professionelle Sänger der Hamburger Staatsoper sollen mit Übungen helfen, die geschwächte Atemmuskulatur nach einer CoronaCorona
-Infektion wieder aufzubauen. Das berichtet die Deutsche Ärztezeitung.

© Doc_Rabe_Media.Fotolia.com

Viele Covid-19-Patienten leiden weiterhin an Atemnot, obwohl sie die Erkrankung bereits überstanden haben. Wie die Deutsche Ärztezeitung (vom 9.5.2021) berichtet, sollen professionelle Sänger in Hamburg Betroffenen helfen, ihr Problem mit Gesangstechniken zu überwinden. Ermöglicht wird dies durch ein gemeinsames Projekt des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Staatsoper Hamburg.

Im Rahmen einer sozialmedizinischen Patientenrehabilitation wollen die ehrenamtlich tätigen Sänger die Patienten dabei unterstützen, die durch die Infektion geschwächte Atemmuskulatur zu trainieren, durch Atemübungen wiederaufzubauen und auf diesem Weg ihre Luftnot zu reduzieren. Dazu treffen sie sich zweimal wöchentlich virtuell mit den Patienten zu dreißigminütigen Einzelcoachings. Dabei werden zu Beginn und am Ende des insgesamt sechswöchentlichen Atemtrainings die Lungenfunktion und Atemmuskelkraft der Probanden gemessen sowie ihre Lebensqualität mittels Fragebögen erfasst. In das Training fließen auch Übungen zu Körperhaltung und Atemkontrolle mit ein.

Das Projekt ist im April 2021 gestartet und wird von PD Dr. Hans Klose, Leiter der PneumologiePneumologie
Die Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Erkennung und fachärztlichen Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mediastinums (Mittelfell) und der Pleura (Rippen- und Lungenfell) befasst.
der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE, wissenschaftlich begleitet. Insgesamt 15 Patienten nehmen daran teil, ihre Rekrutierung erfolgte in Kooperation mit niedergelassenen Hamburger Pneumologen.

„Die Effekte von regelmäßigen Gesangs- bzw. Atemübungen auf die Lunge, den ganzen Körper und die Seele sind nicht zu unterschätzen. Wir wissen, dass Singen bei Menschen mit chronischen respiratorischen Erkrankungen die Lungenfunktion und die Lebensqualität verbessert. Und wer könnte unsere Post-COVID-Patienten dabei besser unterstützen als die Gesangsprofis der Staatsoper“, meint Klose.

Quelle: Deutsche Ärztezeitung am 9.5.2021