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31.10.2013

Rückblick auf das diesjährige Symposium Lunge

Das in diesem Jahr zum sechsten Mal stattgefundene Symposium Lunge für Patienten mit Atemwegserkrankungen wurde erneut von rund 2.000 Teilnehmern besucht und war abermals ein großer Erfolg.

Das 6. Symposium Lunge mit dem Veranstaltungstitel „COPD und Lungenemphysem - Chronische Atemwegserkrankungen - Von der Früherkennung bis zur erfolgreichen Therapie“ fand am 12. Oktober 2013 in der Gebläsehalle des Westfälischen Industriemuseums der Henrichshütte in Hattingen (NRW) statt. „Diese Veranstaltung ist nicht nur einzigartig in Deutschland sondern sogar in ganz Europa“, formulierte Prof. Dr. Helmut Teschler, Ärztlicher Direktor des Westdeutschen Lungenzentrums an der Ruhrlandklinik in Essen und Moderator des Symposiums während seiner Begrüßung. „Das Besondere ist der auf allen Ebenen stattfindende Dialog. Hier kommen Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen mit anderen Patienten in Kontakt - was außerhalb solch einer Veranstaltung nicht selbstverständlich ist, da oftmals die Mobilität eingeschränkt ist. Hier diskutieren Patienten mit ärztlichen Experten auf gleicher Augenhöhe. Zudem wird eine Fülle von Informationen angeboten durch Vorträge, Workshops, Industrieausstellung und Selbsthilfeorganisationen.“

Veranstalter des jährlich stattfindenden Symposium-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V. Mitveranstalter sind die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland und die Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. Der Kongress gilt nicht nur bei Patienten und ihren Angehörigen als wertvolle Informationsveranstaltung für COPD (chronisch-obstruktive Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem) in Deutschland, sondern wird ebenso von den dort referierenden Lungenfachärzten als eine wichtige Plattform angesehen, um mit Patienten in einen direkten Dialog zu treten.

Auch in diesem Jahr haben etwas mehr als 2.000 Gäste den Weg nach Hattingen auf sich genommen und sind mit vielfältigen Informationen und vielen anregenden Gesprächen belohnt worden. „Ich bin immer wieder überrascht, welche weite Anreise die Besucher zurücklegen: 250 - 500 km sind keine Seltenheit“, meint Jens Lingemann, Initiator und Organisator des Symposiums, der ebenfalls Gründer und Koordinator der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland ist sowie Vorsitzender der COPD-Deutschland e.V.
Jens Lingemann engagiert sich aus eigener Betroffenheit heraus seit seinem 40. Lebensjahr insbesondere für die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD und das Lungenemphysem. Bereits kurz nach der eigenen Diagnosestellung gründete er die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland mit inzwischen 58 Selbsthilfegruppen, 2006 wurde der COPD-Deutschland e.V. gegründet. Zahlreiche dauerhafte Projekte - wie zum Beispiel die Mailingliste der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland mit mehr als 2700 Teilnehmern oder die Ratgeberserie „Patienten schreiben für Patienten“ - wurden von Jens Lingemann ins Leben gerufen, immer mit dem Gedanken andere Patienten zu informieren und unterstützen. Dafür überreichte ihm die Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. den Ehrenpreis des Verbandes für besondere Verdienste um die Belange der chronischen Atemwegserkrankungen. Dieser Ehrenpreis wurde im vergangenen Jahr erstmals an Herrn Prof. Heinrich Worth verliehen.
Im Rahmen des Symposiums haben eine Vielzahl von Unternehmen und Kliniken Serviceleistungen und Messstationen angeboten. Hierzu zählten:

  • Messungen der Sauerstoffsättigung mittels Pulsoximeter
  • Blutdruckmessung
  • Ermittlung der Lungenfunktionsparameter FEV1FEV1
    Das so genannte FEV1 (= forciertes expiratorisches Volumen in einer Sekunde) - das ist die Luftmenge, die der Patient mit aller Kraft und möglichst schnell innerhalb einer Sekunde ausatmen kann.
     
     
    und FEV6
  • Kleine Lungenfunktionsprüfung
  • Testen der hochfrequenten Vibrations-Weste VibraVest
  • Handkraftmessung zur Ermittlung des allgemeinen Muskelstatus
  • Machen Sie mit: In 80 Tagen um die Welt - Aktion Lauffeuer gegen COPD
  • CO-Messung in der Ausatemluft
  • Lungenfunktionsmessung im LufuMobil
  • Kostenlose Befüllung der FlüssigsauerstoffFlüssigsauerstoff
    Patienten mit einer schweren Lungenerkrankung verfügen meist über einen großen Tank, der regelmäßig (etwa 1 Mal wöchentlich) nachgefüllt wird. Aus diesem Tank können sie sich einen Vorrat in eine kleine Flasche abfüllen, was ihnen einen gewisse Mobilität ermöglicht, so dass sie beispielsweise spazieren gehen oder verreisen können. Zuhause können die Betroffenen auch direkt den großen Tank benutzen. Diese Form der Sauerstofflangzeittherapie wird von den meisten Krankenkassen problemlos übernommen, wenn die Verordnung von einem Lungenfacharzt auf Grund wiederholter Sauerstoffmessungen erfolgt ist.
    Mobilgeräte

Auf der Industrieausstellung konnten sich die Teilnehmer über aktuelle Neuigkeiten informieren und im persönlichen Gespräch Fragen diskutieren.
Die komplette Nachbetrachtung des Symposiums Lunge 2013 können Sie hier lesen: www.lungenemphysem-copd.de/pages/public/symposium-lunge/symposium-2013/offizielle-nachbetrachtung/index.php. Eine Fotoreportage ist hier einzusehen: www.lungenemphysem-copd.de/pages/public/symposium-lunge/symposium-2013/photoalbum/index.php. Interessierte können die Kongresszeitschrift mit ausführlichen Zusammenfassungen zu allen Vorträgen über das Internet downloaden: www.lungenemphysem-copd.de/pages/public/symposium-lunge/symposium-2013/kongresszeitung/index.php. Auch in diesem Jahr wurde die komplette Veranstaltung von einem Filmteam mitgeschnitten. Wer sich die Veranstaltung auf DVD ansehen möchte, kann diese ab Dezember über die Internetseite www.copd-deutschland.de bestellen. Das nächste, dann 7. Symposium-Lunge wird am Samstag, den 13. September 2014, in Hattingen stattfinden.
Quelle: Patientenorganisationen Lungenemphysem-COPD Deutschland (Ansprechpartner: Jens Lingemann, Lindstockstrasse 30, 45527 Hattingen. Telefon 02324 – 999959)