LUNGENÄRZTE

im Netz

In Zusammenarbeit mit:

Herausgeber:

23.11.2018

Rauchen ist die weitaus größte Feinstaubbelastung!

Die EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe haben keine ausreichende wissenschaftliche Basis und sind unverhältnismäßig. Zigarettenrauch enthält z.B. das Millionenfache an FeinstaubFeinstaub
Feinstaub gilt als giftig und kostet nach Schätzungen der EU-Kommission jährlich zahlreichen  Europäern das Leben. Mit einer Größe von weniger als 10 µm können Feinstäube in der Luft schweben (sog. Schwebstäube) und vom Menschen eingeatmet werden, so dass die Feinstaubteilchen in die Lunge gelangen und über die Lungenbläschen (Alveolen) in den Körper übergehen können. So stoßen sie u.a. bis in die Leber vor.
 
 
, trotzdem fallen nicht alle Raucher nach wenigen Monaten tot um! Das kritisieren die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) und veranschaulichen die tatsächlichen Verhältnisse anhand eines Rechenbeispiels.

© Celeste-RF_Fotolia.com

Die in der EU festgelegten, gesetzlichen Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO²) und Feinstaub haben keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage. „Wenn das Einatmen von Stickstoffdioxid (NO²) in einer Dosis von mehr als 40 Mikrogramm pro Kubikmeter tatsächlich gesundheitsschädlich wäre - wie es der EU-Grenzwert impliziert -, dann müssten ja alle Raucher nach wenigen Monaten tot umfallen! Das ist aber nicht der Fall, obwohl Tabakrauch der weitaus schlimmste Feinstaub ist“, gibt Prof. Dieter Köhler zu bedenken, ehem. Vorstandsmitglied des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK), ehem. Präsident der Deutschen Gesellschaft für PneumologiePneumologie
Die Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Erkennung und fachärztlichen Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mediastinums (Mittelfell) und der Pleura (Rippen- und Lungenfell) befasst.
und Beatmungsmedizin (DGP) und langjähriger Ärztlicher Direktor einer Fachklinik für Lungenerkrankungen. „Es geht nicht darum, Luftschadstoffe zu verharmlosen, sondern darum, korrekt und evidenzbasiert festzulegen, ab welcher Menge sie tatsächlich gesundheitsgefährdend sind. Die in den Medien veröffentlichte Anzahl vorzeitiger Todesfälle, die angeblich durch erhöhte Stickstoffdioxidbelastungen verursacht wurden, beruhen auf Hochrechnungen in epidemiologischen Studien, in denen Korrelationen unzulässigerweise zu Kausalitäten umgedeutet wurden, ohne mögliche weitere Einflüsse (so genannte confounder wie z.B. Rauchen, Passivrauchen, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, Ernährungsweise etc.) adäquat zu berücksichtigen“, kritisiert Prof. Köhler, der sich auch über das Thema Deposition und Elimination von Aerosolen (Stäube und Tröpfchen) in der Lunge habilitiert hat.

Stickstoffdioxidbelastung eines Nichtrauchers an einer vielbefahrenen Straße entspricht nach einem Jahr der eines Rauchers nach einer Woche!

Ein Rechenbeispiel soll die tatsächlichen Verhältnisse veranschaulichen: Mit einer einzigen Zigarette inhaliert ein Raucher bis zu 1000 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO²). Bei einem Zigarettenkonsum von einer Schachtel am Tag kommen rund 20.000 Mikrogramm NO² zusammen, und nach einem Monat etwa 600.000 Mikrogramm. Nach einem Jahr hat der Betroffene dann allein durch Rauchen eine Menge von 7,2 Gramm NO² angesammelt. „Würde demgegenüber ein Nichtraucher rund um die Uhr an einer vielbefahrenen Straße stehen und 50 Mikrogramm NO² pro Kubikmeter (also mehr als der Grenzwert vorgibt) einatmen, hätte er nach 24 Stunden 9 Kubikmeter Luft und somit 450 Mikrogramm NO² eingeatmet. Nach einem Jahr ergibt das 164.000 Mikrogramm NO². Diese Menge inhaliert der Raucher in diesem Beispiel bereits in acht Tagen! Wenn Grenzwertüberschreitungen tatsächlich so todesursächlich wären, wie impliziert wird, müssten Raucher also eine Lebenserwartung von nur wenigen Monaten haben“, schlussfolgert Prof. Dr. Martin Hetzel, Vorstandsmitglied des VPK und Chefarzt einer Stuttgarter Lungenfachklinik unweit der Neckartormessstelle.

Zigarettenrauch enthält das Millionenfache an Feinstaub

In Deutschland ist mit Sicherheit noch kein einziger Mensch durch Stickstoffdioxid gestorben, betonen die Lungenfachärzte des VPK. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Feinstaub: Hier wurde der gesetzliche Grenzwert auf 50 Mikrogramm pro Kubikmeter festgelegt, wobei Zigarettenrauch das Millionenfache an Feinstaub enthält. „Sterben tun die Raucher dennoch meist erst nach 40 bis 60 Jahren - dann haben sie eine zigmillionenfach höhere Dosis Feinstaub neben vielen weiteren toxischen Substanzen eingeatmet“, bekräftigt Prof. Köhler. Weitere Argumente können Interessierte diversen Interviews mit Herrn Prof. Köhler - z. B. in Cicero.de und Stern.de - entnehmen.

Quelle: äin-red

Dies ist eine Pressemeldung des Verbands Pneumologischer Klinken (VPK). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.lungenaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien ist diese Quellenangabe (in Form eines aktiven Links entweder auf die Startseite oder auf eine Unterseite der Webseite der Lungenärzte-im-Netz) erforderlich, bei Veröffentlichung in Printmedien ist ebenfalls ein Hinweis auf diese Webadresse notwendig.