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03.12.2012

Neue Selbsthilfegruppe für COPD-Patienten in Recklinghausen

Für Patienten mit chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen wie COPD mit oder ohne Lungenemphysem und weiteren Lungenerkrankungen gibt es jetzt auch in Recklinghausen (Ruhrgebiet) eine weitere Selbsthilfegruppe, die von der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland gegründet wurde. Damit liegt die Zahl der zur Organisation gehörenden Selbsthilfegruppen deutschlandweit bei mittlerweile 55.

Am Samstag, den 19. Januar 2013 um 15 Uhr wird die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland in Recklinghausen/NRW eine weitere regional aktive Selbsthilfegruppe (SHG) gründen. Die Treffen werden im Jahr 2013 monatlich stattfinden – und zwar jeweils am 3. Samstag um 15 im Haus 3 des Paritätischen Netzwerks, Oerweg 38 in 45657 Recklinghausen. Ansprechpartner der neuen SHG in Recklinghausen sind:

„Mit der SHG Recklinghausen gibt es dann zusätzlich zur SHG Hattingen einen weiteren Standort der Patientenorganisation im Ruhrgebiet, ein Schritt in die richtige Richtung“, betont Jens Lingemann, der als Selbstbetroffener im November 2001 das Projekt gegründet hatte. „Insgesamt sind wir jetzt mit 55 aktiven SHG in allen Bundesländern außer Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Unser langfristiges Ziel ist es ein flächendeckendes und gut funktionierendes Netzwerk von SHGs für Patienten mit COPD und weiteren Lungenerkrankungen in allen Bundesländern aufzubauen. Auf unserer deutschsprachigen Mailingliste im Internet sind zur Zeit mehr als 2750 Teilnehmer angemeldet, die größtenteils in Deutschland, aber auch in Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Irland, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Russland, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, USA, Thailand und auf den Fidschi Inseln leben,“ so Lingemann.

„Vorrangige Zielsetzung der Patientenorganisation ist es, für alle Betroffenen mit COPD (chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung), Lungenemphysem und Lungenfibrose und deren Angehörigen eine Anlaufstelle zu sein. Da Schätzungen der WHO davon ausgehen, dass alleine in Deutschland deutlich mehr als 6 Millionen Menschen von einer COPD betroffen sind, erscheint es uns dringend erforderlich, aktiv etwas für die Betroffenen zu bewegen. Schon heute stellt die COPD die vierthäufigste krankheitsbedingte Todesursache dar. Prognosen zufolge wird sie bei gleichbleibender Entwicklung bereits in wenigen Jahren an dritter Stelle stehen.

Die regionalen Selbsthilfegruppen und die internationale Mailingliste wollen allen Betroffenen – ob sie nun an COPD, Lungenemphysem, Lungenfibrose Alpha-1-Antitrypsinmangel, Bronchiektasen erkrankt sind oder sich einer Langzeit-Sauerstofftherapie bzw. Nicht-invasiven Beatmung unterziehen müssen - die Möglichkeit bieten, den Wissensstand über ihre Erkrankung und die damit verbundenen Therapien zu verbessern. Wir wollen sowohl über die regionalen Selbsthilfegruppen als auch über Informationen und Dialoge im Internet Erfahrungen austauschen und Tipps weitergeben, über Operationsverfahren - wie z.B. Lungentransplantation, bronchoskopische Lungenvolumenreduktionsverfahren sowie über gerätetechnische Innovationen aufklären, sowie Neuigkeiten aus der medizinischen Forschung und die zugehörigen wissenschaftlichen Studienergebnisse darstellen“, erklärt Lingemann. „Mit diesen Maßnahmen möchten wir Patienten, aber auch Angehörigen helfen, die ihre erkrankten Familienmitglieder unterstützend begleiten oder pflegen.“ Weitere Informationen zur Patientenorganisation erhalten Sie auf der Homepage: www.lungenemphysem-copd.de