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25.09.2014

Nachbetrachtung zum 7. Symposium Lunge

Das Symposium Lunge ist weitaus mehr als eine Informationsveranstaltung, denn es bietet den Teilnehmern Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit gleichfalls Betroffenen, Anregung zur kostenlosen Lungenfunktionsmessung und weiteren gesundheitlichen Untersuchungen und die Möglichkeit, laienverständliche Vorträge von renommierten deutschen Lungenfachärzten anzuhören.

Die Teilnehmerzahl des diesjährigen Symposiums Lunge, das der COPD - Deutschland e.V. seit nun mehr sieben Jahren alljährlich veranstaltet, ist auch in diesem Jahr erneut angestiegen - was eigentlich niemanden verwundern dürfte. Denn das Symposium Lunge ist bereits eine Marke geworden, wie Prof. Dr. Kurt Rasche aus Wuppertal mit Begeisterung resümiert - einer der insgesamt zehn Referenten, die zu den führenden Lungenspezialisten in Deutschland zählen. Mehr als 2.400 Gäste sind am 13. September 2014 nach Hattingen in die Gebläsehalle des Westfälischen Industriemuseums der Henrichshütte gekommen. Diesmal stand die Veranstaltung unter dem Motto: „Chronische Atemwegserkrankungen - Neue Erkenntnisse und Behandlungsmöglichkeiten.“

Was diese Veranstaltung so erfolgreich macht und warum die Teilnehmer - Lungenpatienten, Angehörige, Interessierte, Ärzte, Physiotherapeuten etc. - nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus den benachbarten Ländern anreisen, wird schnell klar, wenn man die Eindrücke einiger Teilnehmer liest:

„Für mich war es wieder ein lehrreicher Tag mit vielen engagierten und starken Menschen. Allen, die nach Hattingen kamen, um sich auszutauschen und um neue Erkenntnisse zu erlangen, gilt meine Hochachtung. Sich nicht in einer Krankheit fallen zu lassen und zu resignieren, verlangt unendlich viel Kraft. Ich bin meinem Arzt dankbar, dass er mir den Weg zur Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland zum COPD - Deutschland e.V. und somit zum Symposium Lunge gezeigt hat. Alles, was ich im Austausch erlernt und begriffen habe, dient der derzeitigen Stabilisierung meines Gesundheitszustandes und ist letztendlich die beste Therapie.“ beschreibt Brigitte Brand aus Bad Sooden-Allendorf.

„Ich bin dankbar, dass es das Symposium Lunge gibt. Es ist eine einzigartige Veranstaltung, die komprimiert Informationen auf inhaltlich höchstem Niveau und in für Patienten verständlicher Form präsentiert“, formuliert Ulrich Grundstein aus Bochum.

„Besser kann man eine Veranstaltung nicht organisieren. Trotz einer ungeheuren Informationsdichte nahmen sich alle Zeit, ob es einer der insgesamt 42 Aussteller war oder die Referenten. Austausch und Beratung waren besonders wichtig“, berichtet Christel Kelling aus Müritz.

Initiator und Organisator des Symposiums ist Jens Lingemann, der ebenfalls Gründer und Koordinator der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland ist sowie Vorsitzender der COPD - Deutschland e.V. – er ist selbst von der Erkrankung COPD betroffen und hat nach der Diagnosestellung vor 14 Jahren die Initiative ergriffen, Informationen und Plattformen für Lungenpatienten zu entwickeln.

Natürlich standen auch in diesem Jahr die interessanten Vorträge der Lungenspezialisten im Mittelpunkt des Symposiums. Auch das LufuMobil war erneut zur Stelle und führte vor Ort kostenfreie Lungenfunktionsmessungen durch. Insgesamt 140 Messungen konnten am Samstag gezählt werden. Für Teilnehmer mit einer Langzeit-Sauerstofftherapie wurde die kostenlose Befüllung der gängigen FlüssigsauerstoffFlüssigsauerstoff
Patienten mit einer schweren Lungenerkrankung verfügen meist über einen großen Tank, der regelmäßig (etwa 1 Mal wöchentlich) nachgefüllt wird. Aus diesem Tank können sie sich einen Vorrat in eine kleine Flasche abfüllen, was ihnen einen gewisse Mobilität ermöglicht, so dass sie beispielsweise spazieren gehen oder verreisen können. Zuhause können die Betroffenen auch direkt den großen Tank benutzen. Diese Form der Sauerstofflangzeittherapie wird von den meisten Krankenkassen problemlos übernommen, wenn die Verordnung von einem Lungenfacharzt auf Grund wiederholter Sauerstoffmessungen erfolgt ist.
Mobilgeräte zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellungsfläche wurde verdreifacht, um ein noch größeres Angebot präsentieren zu können. Die Bereitstellung dieser Fläche wurde erst durch den aufwendigen Aufbau von drei Zelten möglich. Doch das hat sich gelohnt: Die Besucher waren von der Vielfalt des Ausstellungsangebotes begeistert und nahmen gerne auch die kostenfreien Serviceleistungen vieler Aussteller wahr. Hierzu zählten Messungen der Sauerstoffsättigung mittels Pulsoximeter, Blutdruckmessung, Ermittlung der Lungenfunktionsparameter FEV1FEV1
Das so genannte FEV1 (= forciertes expiratorisches Volumen in einer Sekunde) - das ist die Luftmenge, die der Patient mit aller Kraft und möglichst schnell innerhalb einer Sekunde ausatmen kann.
 
 
und FEV6, kleine Lungenfunktionsprüfung, Überprüfung von möglichen Keimbesiedlungen bei Nasenbrillen, CO-Messungen in der Ausatemluft sowie Testungen einer hochfrequenten Vibrations-Weste.

Neben dem breit gefächerten Informations- und Beratungsangebot war den Teilnehmern der persönliche Austausch sehr wichtig. Das Kennenlernen anderer Betroffener, der Austausch und das Teilen von Erfahrungen - hierfür boten sich in der Gebläsehalle in Hattingen optimale Gelegenheiten. „Ich bin nächstes Jahr wieder dabei!“, war daher der Abschiedsgruß vieler Teilnehmer. Wer möchte, kann sich in eine ausführliche Nachbetrachtung des 7. Symposium-Lunge und die Kongresszeitung Symposium-Lunge 2014 vertiefen.

Quelle: Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland