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25.05.2011

Musizieren mit Mundharmonika lindert Asthmabeschwerden im Kindesalter

Regelmäßig Mundharmonikaspielen ist ein gutes Training für die Atemmuskulatur - vergleichbar mit Push-ups für die Bauchmuskeln. Kinder mit Asthma können so ihre Lungenfunktion im Vergleich zu Nichtbläsern deutlich verbessern. Das steigert ihre körperliche Leistungsfähigkeit, außerdem erleiden sie auf Grund der besser trainierten Atemmuskulatur seltener eine Verschlechterung ihrer Erkrankung. Darauf macht die Deutsche Lungenstiftung aufmerksam.

Kinder mit Asthma bronchiale können durch ein häufiges und kontinuierliches Spielen z.B. einer Mundharmonika ihre Atemmuskulatur trainieren und somit Atembeschwerden lindern. „Für die Atemmuskeln ist das intensivierte Atmen beim Mundharmonikaspielen vergleichbar mit Push-ups für die Bauchmuskeln“, erläutert Prof. Harald Morr, Vorsitzender der Deutschen Lungenstiftung e.V. „Generell wird bei asthmatischen Kindern, die regelmäßig und über einen längeren Zeitraum Blasinstrumente spielen, die LungenfunktionLungenfunktion
im Vergleich zu Nichtbläsern besser. Und dadurch steigern die Kinder nicht nur ihre körperliche Leistungsfähigkeit, sondern erleiden auf Grund der besser trainierten Atemmuskulatur auch seltener eine Verschlechterung ihrer Erkrankung.“

Blasinstrumente auf hohem Tonniveau erzielen größeren Trainingseffekt

Für Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen im Kindesalter sind vor allem Blasinstrumente mit hohem Tonniveau empfehlenswert. „Beim Spielen z.B. einer Klarinette, Oboe oder Trompete müssen sehr viel höhere Anblasdrucke erzeugt werden als z.B. bei den tieferen Blechinstrumenten, wie einer Tuba, bei der schon relativ niedrige Anblasdrucke ausreichen, um einen Ton zu erzeugen“, erklärt Morr. Insofern lässt sich also auch mit Blasinstrumenten auf hohem Tonniveau ein größerer Trainingseffekt für die Atemmuskulatur erzielen als mit tiefen.