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12.05.2016

Mögliche Begleiterkrankungen bei COPD

Welche Begleiterkrankungen bei COPD häufig auftreten und was man dagegen tun kann, wird Dr. Justus de Zeeuw, Facharzt für Innere Medizin, PneumologiePneumologie
Die Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Erkennung und fachärztlichen Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mediastinums (Mittelfell) und der Pleura (Rippen- und Lungenfell) befasst.
und Schlafmedizin aus Köln, in seinem Vortrag auf dem 9. Symposium Lunge am 10. September 2016 schildern.

Bei Menschen, die an chronisch-obstruktiver Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem (COPD) leiden, liegen gleichzeitig oft weitere Erkrankungen vor. Bei den meisten dieser Begleiterkrankungen ist unklar, ob sie Folge der COPD sind oder zufällig bestehen. Krankheiten, die oft gemeinsam mit der COPD auftreten, sind: Osteoporose, koronare Herzkrankheitkoronare Herzkrankheit
Oberbegriff für alle Erscheinungsformen der im Rahmen einer Arteriosklerose am Herzen auftretenden Störungen (zum Beispiel Angina pectoris, Myokardinfarkt, disseminierte Herzmuskelnekrosen, Sekundenherztod), die zu Abweichungen der Herztätigkeit führen.
, Depression sowie Übergewicht oder Untergewicht.

Für Menschen mit COPD gibt es vier grundlegende Tipps, um die Gesundheit lange zu erhalten und das Risiko von Begleiterkrankungen zu verringern:

  1. Bleiben Sie in Bewegung: Mindestens 30 Minuten körperliche Aktivität pro Tag sind das Ziel.
  2. Achten Sie auf Ihr Essen bzw. Normalgewicht.
  3. Seien Sie rauchfrei.
  4. Lassen Sie sich impfen (gegen Grippe und PneumokokkenPneumokokken
    Das sind kugelförmige Bakterien, die (im Gegensatz zu Legionellen) mit dem Antibiotikum Penicillin meistens gut in den Griff zu bekommen sind. Gegen die von Pneumokokken verursachte Lungenentzündung gibt es auch eine vorbeugende Impfung.
    ).

Wer hilft?

Der Umgang mit COPD und weiteren Erkrankungen kann eine Herausforderung sein. Selbsthilfegruppen sind eine ideale Möglichkeit der Unterstützung. Der Kontakt mit anderen Betroffenen ist aufbauend, man ist nicht allein. Erfahrungen anderer können hilfreich sein, um Tipps für die Lösung von Problemen zu erhalten. Auch Angehörige von Menschen mit COPD profitieren von Selbsthilfegruppen, sie finden dort Unterstützung.

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten ebenfalls eine Vielzahl von Möglichkeiten der Hilfe bei chronischen Erkrankungen. Auf der Internetseite Ihrer Krankenkasse oder direkt bei Ihrem Kundenbetreuer erhalten Sie hierzu mehr Informationen. Auch die Teilnahme an einem Disease Management Programm (DMP) wird jedem Betroffenen empfohlen. Schulungen und Informationsmaterial ebenso wie regelmäßige Facharzttermine sind Teil des Angebotes.

Was können Angehörige tun?

Rauchfrei zu werden und täglich in Bewegung zu bleiben ist für viele Menschen mit COPD eine große Herausforderung. Auch regelmäßiges Essen kann bei fortgeschrittener COPD schwerfallen. Angehörige können ermutigen, motivieren und aktivieren. In Begleitung gelingt vieles leichter!

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „COPD und mögliche Begleiterkrankungen“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. Justus de Zeeuw, Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Schlafmedizin aus Köln, auf dem 9. Symposium Lunge am Samstag, den 10. September 2016 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-org@noSpam.copd-deutschland.de 
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2016
Ein kostenloses Programmheft können Sie ebenfalls bestellen.